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Lohngleichheit: Ständerat macht einen ersten Schritt

syndicom begrüsst, dass der Ständerat sich in der zweiten Runde dazu entschlossen hat, einen Schritt Richtung Lohngleichheit zu machen und sich für konkrete Massnahmen gegen Lohndiskriminierung ausgesprochen hat. Nun muss der Nationalrat folgen. 

Dass der Ständerat einen ersten Schritt gemacht hat, ist erfreulich. Dennoch ist der Weg zu griffigen Massnahmen gegen Lohndiskriminierung noch weit, denn der Rat hat alle Minderheitsanträge zur Verschärfung der Vorlage abgelehnt. Damit die Lohngleichheit in der Arbeitswelt tatsächlich durchgesetzt werden kann, braucht es wirksamere Massnahmen. Ansonsten bleibt das Gleichstellungsgesetz ein zahnloser Tiger, der am Widerstand der Arbeitgeber scheitert. Der Vorschlag des Ständerats zur Überprüfung der Lohngleichheit erfasst nämlich nur 0.85% der Unternehmen und weniger als die Hälfte der Arbeitnehmenden. Ein solches Gesetz ist klar unbefriedigend! 

Die kleine Kammer hat heute die Massnahmen verabschiedet, die schon in der Frühlingssession zur Diskussion standen, jedoch durch uneinsichtige Ständeräte an die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur zurückgeschickt worden waren. Diese Extrarunde der Gleichstellungsgesetz-Revision durch die Kommission war unnötig. syndicom hofft nun, dass das Parlament künftig auf solche unnötigen Verzögerungen verzichtet und die Umsetzung der Lohngleichheit nicht weiter auf die lange Bank schiebt.

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