Gratisarbeit bei PostAuto

10 Minuten für den Sicherheitscheck mit Fahrplanwechsel 2019/20!

Die Verhandlungen zu «Gratis-Arbeit» führen zum ersten Erfolg


Im Frühjahr 2018 wehrte sich die Gewerkschaft syndicom gemeinsam mit den PostAuto-FahrerInnnen gegen zu kurz bemessene Zeitpauschalen. Die Petition «Keine Gratisarbeit bei PostAuto!» wurde von über 1300 FahrerInnen unterzeichnet. Im Dezember 2018 wurden unter der neuen PostAuto-Leitung konstruktive Verhandlungen unter Einbezug des Fahrpersonals möglich. 

Neu 10 statt vier Minuten für den Sicherheitscheck

Für das Fahrpersonal war der Sicherheitscheck die wichtigste und im Alltag belastendste Zeitpauschale. Mit einem ungenügend ausgeführten Sicherheitscheck würden sie ihre Sorgfaltspflicht verletzen. In der Regel nahmen sie deshalb in Kauf, weit über die bezahlten 4 Minuten in den Sicherheitscheck zu investieren. In Zukunft sollen die Fahrerinnen 10 Minuten für den Sicherheitscheck zur Verfügung haben. Dieser Wert garantiert, dass sie ihrer Pflicht nachkommen können und für die geleistete Arbeit vollumfänglich bezahlt werden. Darin inbegriffen ist auch der zeitliche Aufwand für nur gelegentlich anfallende kleine Wartungsarbeiten (z.B. Öl nachfüllen oder Birnen wechseln). 

Der neue Prozess legt Verantwortlichkeiten fest und garantiert den Einbezug der FahrerInnen

Der Konflikt um die zu kurz bemessenen Zeitpauschalen und unbezahlten Arbeitsleistungen entstand auch, weil die Verantwortlichkeiten und Prozesse unklar waren. Der neu geschaffene Prozess soll garantieren, dass bei der Festlegung der regionalen und betriebsspezifischen Zeitwerte sowohl die Bedürfnisse der Belegschaft als auch der jeweiligen Betriebshöfe berücksichtigt werden können. Der institutionalisierte Einbezug der Personalkommissionen und der Sozialpartner sowie vordefinierte Eskalationswege sollen dabei sicherstellen, dass national verhandelte Regelungen auf lokaler Ebene korrekt umgesetzt werden.

Regie- und PU-FahrerInnen erhalten Entschädigung für 2019

Die neu ausgehandelten Ergänzungszeiten werden per Fahrplanwechsel vom Dezember 2019 in die Dienstpläne eingearbeitet. Für das laufende Jahr erhalten die FahrerInnen eine Einmalentschädigung. Für das Fahrpersonal PostAuto («Regie») wird diese in Form von fünf bzw. sechs zusätzlichen Ruhetagen ausgerichtet. Dem Personal der PostAuto-Unternehmer mit Personalreglement wird ein Einmalbetrag von CHF 1000 (bei 100% Beschäftigung) ausbezahlt.

Die Entschädigung betrifft auch die laufenden Verhandlungen zur Vereinbarung zum Arbeitszeitgesetz.

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