Dienstort

Millionen-Forderung der PostAutofahrerInnen


Egal, wo man hingeht, egal, wen man fragt: Die Chauffeure, die für Postauto direkt (Regie) oder für die Subunternehmen (PostAutoUnternehmen/Transportpartner) fahren, sind aufgewühlt. Zusammen mit syndicom haben die FahrerInnen aufgedeckt, dass PostAuto in den letzten Jahren systematisch das Arbeitsgesetz missachtet hat. Zu Lasten der FahrerInnen, denen so Millionen an Zulagen und Spesen vorenthalten wurden.

Nur ein Bruchteil der Spesen wurde ausbezahlt

Das lief so: Muss ein Fahrer seine Pause an einem anderen Ort verbringen als an seinem vertraglich festgelegten Dienstort, so hat er Anspruch auf eine zusätzliche Arbeitszeitanrechnung sowie auf eine Verpflegungskosten-Entschädigung. Beginnt der Dienst ausserhalb des vertraglich festgelegten Dienstortes, entsteht zusätzlich ein Anspruch auf Wegzeitentschädigung.

Wieviel den FahrerInnen so insgesamt entgangen ist, lässt sich nur schwer sagen. Die Ansprüche sind je nach Dienstort und Ausgestaltung der Dienste unterschiedlich. So kann es sein, dass ein Fahrer gar keinen Anspruch hat. Ebenso gut kann es sein, dass sich der Anspruch auf Tausende von Franken für einen Fahrer summiert.

syndicom hat für einzelne Standorte die Ansprüche durchgerechnet. Die Forderungen summieren sich da auf über eine Million Franken. PostAuto hat im September auf den Druck der FahrerInnen, der Gewerkschaft syndicom sowie der Öffentlichkeit reagiert und Rückzahlungen im Umfang von 2 Millionen zugesichert.

Rückzahlungen ja - aber für 2 oder 5 Jahre?

Mit den in Aussicht gestellten 2 Millionen, die den FahrerInnen zurückerstattet werden sollen, ist für syndicom klar, dass PostAuto die Verfehlungen anerkennt. Doch ein zentraler Streitpunkt bleibt. Das Gesetz hält unmissverständlich fest, dass  Ansprüche «aus dem Arbeitsverhältnis von Arbeitnehmern»“ fünf Jahre rückwirkend gestellt werden können. PostAuto weigert sich trotzdem, diese Tatsache anzuerkennen. Sie beharrt auf dem Standpunkt, dass der Anspruch nur für zwei Jahre ( ab dem 01.01.2016) besteht. Mittlerweile musste sie aber zugeben, dass „«in Einzelfällen»“ der Anspruch fünf Jahre rückwirkend gestellt werden kann. Wir bleiben dran.

Bist du Fahrerin oder Fahrer bei PostAuto oder einem Subunternehmen und willst deinen Anspruch geltend machen? Dann mandatiere uns. Wir helfen dir dabei.

Willst du wissen, wie hoch dein Anspruch ist? Hier findest du ein Formular, das dir dabei hilft.

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