Umfrage freie Medienschaffende - die Resultate

Resultate der Umfrage unter freien Medienschaffenden in der Schweiz


Um die momentane Situation der freien Medienschaffenden besser einordnen zu können, haben wir die Betroffenen über ihre aktuelle berufliche Situation und ihre Bedürfnisse befragt. An der Umfrage haben 178 freie Medienschaffende teilgenommen. Von den befragten 178 Personen ist knapp ein Drittel ausschliesslich selbständigerwerbend und 13% sind ausschliesslich freischaffend. Mit Einbezug der Fotograf*innen erhöht sich die Zahl der Selbständigen auf 41%. 

 

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

  • Mehr als die Hälfte der Befragten arbeitet im Textbereich, 45% in der Fotografie. Knapp ein Drittel der freien Medienschaffenden arbeiten zudem in mehr als nur einem Gebiet.
     
  • Freie Medienschaffende haben im Schnitt 12 Auftraggeber pro Jahr.
     
  • 37% sind neben ihrer Selbständigen und freischaffenden Tätigkeit auch noch angestellt. Im Durchschnitt in einem 40% Pensum.
     
  • 84% der freien Medienschaffenden arbeiten auch in der PR.
     
  • Für 58% sind die Honorare im Journalismus zurückgegangen. Bei 36% sind die Honorare gleich geblieben und nur bei 6% wurden sie erhöht.
     
  • 36% bezeichnen ihre aktuelle Situation als schwierig und sind auf der Suche nach Veränderungen.

Die Resultate im Überblick

16% der Befragten arbeiten weniger als 50%.
41% arbeiten 50-80% und
43% arbeiten 90% oder 100%.
Dabei gaben 37% an, dass sie neben ihrer selbständigen und freischaffenden Tätigkeit auch noch angestellt sind, im Durchschnitt in einem 40%-Pensum. 

 

Mehr als die Hälfte der Befragten arbeitet im Textbereich, 45% in der Fotografie.
Knapp ein Drittel der freien Medienschaffenden arbeitet zudem in mehr als nur einem Bereich. 

Knapp die Hälfte der befragten freien Medienschaffenden arbeitet bereits seit mehr als 15 Jahren auf ihrem Beruf. Ein Drittel arbeitet seit mehr als 5 Jahren im Beruf. Nur je ein Zehntel der Befragten sind Berufseinsteiger*innen oder bereits pensioniert.

Ausserdem haben freie Medienschaffende im Durchschnitt 12 Auftraggebende pro Jahr.
22% der Befragten haben sogar mehr als 20 verschiedene Auftraggebende.

84% machen neben dem Journalismus auch PR.
Für 54% macht PR-Arbeit 50% oder mehr ihrer Arbeitszeit aus.

84% der freien Medienschaffenden arbeiten auch in der PR.
16% leben ausschliesslich vom Journalismus.
66% generieren 50% oder mehr ihres Einkommens aus PR.

Für 58% sind die Honorare im Journalismus kleiner geworden.
Bei 36% sind die Honorare unverändert und nur bei 6% wurden sie erhöht.

Lediglich ein Fünftel der Befragten kann die Spesen immer abrechnen.
57% der freien Medienschaffenden können mindestens in der Hälfte der Aufträge die Spesen abrechnen – 14% können nie Spesen abrechnen.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch auf die Auftragslage der freien Medienschaffenden Einfluss. Mehr als 50% der Befragten haben diese als negative Entwicklung wahrgenommen. Positive Auswirkungen bewegen sich im einstelligen Bereich.

Knapp die Hälfte der befragten freien Medienschaffenden empfindet die aktuelle Situation in der Branche als in Ordnung – macht sich aber langfristig Gedanken über die Zukunft. Nur 16% schauen optimistisch in die Zukunft. Dem gegenüber stehen 36%, welche die Situation als schwierig bezeichnen und auf der Suche nach Veränderung sind. Im Falle von Veränderung möchten sich freie und selbständige Medienschaffende in folgenden Bereichen entwickeln:

39% als Freie*r in der Medienbranche
15% als Angestellte*r im Journalismus
19% als Freie*r in Bereich PR
  8% als Angestellte*r im Bereich PR
34% als Selbständigerwerbende*r ausserhalb der Medienbranche
19% als Angestellte*r ausserhalb der Medienbranche

Die Gewerkschaft syndicom setzt sich für eine Stärkung der freien Medienschaffenden ein. Laut den befragten freien Medienschaffenden liegt der gewerkschaftpolitische Handlungsbedarf hauptsächlich im Bereich der Honorare, gefolgt von der (politischen) Interessensvertretung der Freischaffenden und den Dienstleistungen. 

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