Homeoffice-Umfrage bei Swisscom

Die zentralen Anliegen der Mitarbeitenden

Covid-19 stellt die Arbeitswelt auf den Kopf: Homeoffice wird vermehrt zur Norm, da viele Unternehmen gezwungen waren, für einen grossen Teil der Arbeitnehmenden Homeoffice einzuführen oder auszuweiten. Unserer Überzeugung nach kann Homeoffice für die Arbeitnehmenden vorteilhaft sein, jedoch nur, wenn auch die Arbeit zuhause sozialpartnerschaftlich gestaltet wird.

Swisscom hat sich bereit erklärt, mit uns auf Verhandlungen über Homeoffice-Regelungen im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) einzutreten. Damit wir die Arbeitnehmenden bei Swisscom jedoch bestmöglich vertreten können, haben wir bei ihnen eine Umfrage zu ihren Anliegen bezüglich Homeoffice durchgeführt. Über 2000 Mitarbeitende haben sich Ende September 2020 daran beteiligt. Die Resultate werden direkt in die GAV-Verhandlungen miteinfliessen.

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Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

  • Die Befragten sind mit der Arbeit im Homeoffice grösstenteils zufrieden – nur wenige möchten künftig gar nicht im Homeoffice arbeiten.
  • Für Neun von Zehn fallen durch Homeoffice zusätzliche Kosten an, die sie mindestens teilweise selbst tragen.
  • Fragen rund um die Arbeitszeit nehmen bei den Swisscom-Mitarbeitenden den höchsten Stellenwert ein.
  • Ein grosser Teil der Befragten wünscht sich mehr Freiheit bei der Einteilung der Arbeitszeit.

Die Resultate im Überblick

Knapp ¾ der Befragten haben ein Arbeitspensum von 100%.

83% der Befragten wünschen, 50% ihres Arbeitspensums oder mehr im Homeoffice zu arbeiten.

Was die Mitarbeitenden bei der Arbeit im Homeoffice am meisten beschäftigt, sind Anliegen rund um die Arbeitszeit. Als Zweites der Gesundheitsschutz und im Anschluss die Auslagen für den Arbeitsplatz.

Dies deckt sich mit den Ergebnissen des Homeoffice-Barometer 2020 von syndicom, der zeigt, dass ein Grossteil der Arbeitnehmenden im Homeoffice länger arbeitet – gleichzeitig aber auch seine Arbeitszeit flexibler gestalten kann. Weiter beschäftigt auch die Überwachung 12% der Befragten.

Von den 57%, die sich zur Arbeitszeit geäussert haben, wünscht sich eine klare Mehrheit, dass sie ihre Arbeitszeiten flexibler gestalten kann. Wenige würden gerne ihre Arbeitszeit im Homeoffice verkürzen können und ein kleiner Prozentsatz wünscht sich eine stärkere Kontrolle der Arbeitszeit.

In Bezug auf die Auslagen ist ersichtlich, dass bei 26% der Antwortenden die Homeoffice-Infrastruktur des Arbeitsplatzes nicht ausreichend ist. Wenige haben nicht genügend Raum zu Hause. Für 18% ist die Ausrüstung mit Arbeitsgeräten unzureichend.

Die Antworten in Bezug auf die Überwachung zeigen auf, dass bei mehr als einem Drittel das Mitspracherecht am wichtigsten ist. Sie möchten mitentscheiden können, wie weit eine Überwachung im Homeoffice stattfindet.

Beinahe ein Viertel hätte sich von Swisscom mehr Transparenz über die Kontrolle der Arbeit gewünscht. Ein Zehntel würde sich über (technische) Hilfsmittel freuen, die helfen, die Pausen und Ruhezeiten besser einzuhalten.

Die Mehrheit der Befragten, die sich zum Gesundheitsschutz geäussert haben, finden, dass es mehr Optionen brauche, wodurch man auch informell mit dem Team in Kontakt sein könne.

Der Kontakt im Team muss also auch ausserhalb von formalen Meetings ermöglicht werden. Der direkte Kontakt mit den Vorgesetzten scheint in diesem Zusammenhang weniger relevant zu sein.

Mehr als die Hälfte der Befragten bei Swisscom haben ihre Arbeitsplatzausstattung bzw. ihre Arbeitsgeräte selbst finanziert. Fast ein Drittel wurde jedoch teilweise dabei unterstützt und ein Zehntel hatte keine privaten Auslagen.

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