Umfrage

Was bewegt die freien Medienschaffenden?

Das Coronavirus hat vieles auf den Kopf gestellt. Was waren die speziellen Herausforderungen für die freien Medienschaffenden?
Die Pandemie hat die freien und selbständigen Medienschaffenden gleich doppelt hart getroffen. Zum einen in ihrem Berufsalltag, wo schlagartig Aufträge wegbrachen und kaum noch neue reinkamen. Zum andern im anschliessenden Kampf um Unterstützungsgelder, wo sie oft zwischen Stuhl und Bank fielen.

Wie hat syndicom hier unterstützt?
Wir haben uns stark für die Einführung einer Entschädigung für die Freien eingesetzt, im Parlament haben wir auch vehement für die Medienförderung gekämpft. Mit Interventionen und politischen Vorstössen haben wir zusammen mit der SP bei der Ausgestaltung der Corona-Erwerbsersatzordnung für Selbständigerwerbende vieles verbessern können.

Wir haben auch viele Mitglieder individuell durch den Behördendschungel begleitet. Die Situation vieler Freischaffender ist komplexer, als sich das die Behörden gewohnt sind. Wenn jemand aufs RAV ging, der sowohl angestellt, freischaffend als auch selbständigerwerbend ist, hat das oft zu Verwirrungen und Missverständnissen geführt. Wir haben vermittelt, lobbyiert und aufgeklärt.

Gab es Probleme, die nicht gelöst werden konnten?
Für Freischaffende, die sogar ALV-Beiträge bezahlen, funktioniert die Arbeitslosenversicherung in ihrer heutigen Form nicht. Hier bestehen fundamentale Probleme, die wir jetzt angehen müssen.

Was ist dazu geplant?
Für uns war schnell klar, dass vieles Ausdruck von grundlegenden Problemen ist. Kurzfristige Nothilfen reichen nicht. In einer Studie mit der FHNW erarbeiten wir derzeit konkret, wie eine generelle Auftragslosenversicherung für Freischaffende und Selbständigerwerbende aussehen könnte. Wir wollen noch dieses Jahr erste Resultate präsentieren und beginnen, für die Realisierung zu kämpfen.

Will syndicom das Engagement für die freien Medienschaffenden also ausbauen?
Wir haben 2020 einen grossen Zuwachs an freischaffenden und selbständigerwerbenden Mitgliedern bekommen. Dem wollen wir Rechnung tragen. Das momentane Bewusstsein in der Politik öffnet auch ein Zeitfenster, um gewisse Verbesserungen durchzusetzen. Um mit unserer Gewerkschaftspolitik möglichst nahe an der Realität der Freischaffenden zu sein, haben wir eine Umfrage zur aktuellen Situation lanciert (siehe unten). Je mehr Freie die Umfrage ausfüllen, umso treffender wird unsere Interessensvertretung.

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