1.Mai 2021

Zeit für die soziale Wende!

Aufruf des SGB

Die Corona-Pandemie schüttelt die (Arbeits-)Welt durch. Die Lage ist aber nicht überall gleich. So sind die Kolleg*innen in den ICT-Berufen als spezialisierte Fachkräfte nicht existentiell bedroht. Aber sie müssen ihre Arbeit unter neuen oder erschwerten Bedingungen erledigen. Dank GAV und Sozialpartnerschaft konnten wir mit den Arbeitgeber*innen Lösungen erarbeiten oder wir sind daran, solche zu entwickeln. Zum Beispiel bei Fragen rund ums Homeoffice oder der Gestaltung der Arbeitszeit.

Aber auch bei uns gibt es Kolleg*innen, die schwer von der Pandemie betroffen sind. Da sind die privaten Kuriere und Zusteller*innen, die trotz Boom, Überstunden en masse und Applaus von den Balkonen immer noch auf bessere Arbeitsbedingungen warten. Für viele ist es Realität, für monatlich 3500 Franken brutto und 44 Stunden pro Woche Pakete zu schleppen, während die Unternehmen profitieren. So hat allein Amazon-Chef Jeff Bezos sein Vermögen im Jahr 2020 um 74 Milliarden gesteigert!

In der Medienbranche hat Corona den strukturellen Wandel beschleunigt. Jetzt werden um des Profites Willen noch schneller Arbeitsplätze abgebaut und Redaktionen zusammengelegt. Auf Kosten der Arbeitsbedingungen, der Medienvielfalt und der Qualität im  Journalismus.

Bei den Freischaffenden und Selbständigerwerbenden hat sich gezeigt, dass eine wachsende Berufsgruppe in der Krise durch alle sozialen Netze fällt.

Es ist Zeit für die soziale Wende!

Daneben sind die Kolleg*innen im Tourismus, der Gastronomie, im Detailhandel und in der Industrie. Hunderttausende sind von Entlassungen betroffen oder müssen Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

Gerade die tiefsten Einkommen haben in der Krise am stärksten gelitten. Doch den Frühling 2021 verbinden wir auch mit der Hoffnung, dass es aufwärts gehen wird und eine soziale Wende möglich ist. Es ist an der Zeit, schlecht bezahlte Berufe endlich aufzuwerten und neue soziale Sicherheiten einzuführen.

Solidarität hat in der Krise eine neue Aktualität erhalten und damit auch der Kampf für Veränderung nach Jahrzenten der neoliberalen Vorherrschaft.

 

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