Hilfe für Freischaffende und Selbstständigerwerbende

Finanzielle Unterstützung von Selbständigen und Freischaffenden in der Coronavirus-Krise

Unterstützung für Selbständige: Endlich eine Lösung für alle betroffenen Selbständigerwerbenden


16.04.2020

Die Gewerkschaft syndicom und sechs weitere Verbände in den Medien- und Kreativbranchen begrüssen den heutigen Entscheid des Bundesrats, die Unterstützungsmassnahmen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie auf alle Selbständigerwerbenden auszuweiten.

Freischaffende und Selbständigerwerbende in den Medien- und Kreativberufen erhalten seit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stillstand kaum noch Aufträge und haben daher massive Einkommensausfälle. Gleichzeitig fallen sie bei allen bisherigen Unterstützungsangeboten mehrheitlich durch die Netze. Die heute vom Bundesrat angekündigte Hilfe löst diese Probleme endlich:

  • Selbständige mit einem AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen zwischen 10‘000 und 90‘000 Frankenerhalten Zugang zu Ergänzungsleistungen via der Erwerbsersatzordnung (EO). 
  • Die Massnahmen gelten rückwirkend ab dem 17. März und gelten vorerst für zwei Monate.

syndicom sowie die anderen Verbände der Medien- und Kreativbranchen haben sich in den letzten Wochen an Bundesrat, Bundesämter, Kantone und Gemeinden gewandt und intensiv auf eine Lösung hingewirkt. Selbständigerwerbende sollen nicht wegen der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie ihre Berufsexistenzen verlieren und in der Sozialhilfe landen. Dementsprechend begrüssen Gewerkschaft und Verbände den heutigen Schritt des Bundesrats, mahnen aber bereits jetzt, dass die Krise am 17. Mai für die meisten Selbständigen kaum schon vorbei sein wird.

Nicht nur Nothilfe, sondern langfristige Verbesserungen sind nötig

Dass die Coronavirus-Krise so viele Selbständige in Existenznöte bringt, ist kein Zufall. Seit Jahren kämpft die Gewerkschaft syndicom dafür, die oftmals prekären Verhältnisse von Selbständigerwerbenden und Freischaffenden zu verbessern. Oft fehlt ein Schutz bei Krankheit und Arbeitslosigkeit. Die Pandemie machte das auf einen Schlag für Gesellschaft und Politik sichtbar. Damit Selbständige in Zukunft nicht wieder von einem Hilfspaket abhängig sind, fordert syndicom daher politische Lösungen, um den Schutz dieser Arbeitenden zu verbessern. syndicom wird sich bereits in der nächsten Session politisch dafür einsetzen, dass die Selbständigen in Zukunft besser geschützt werden und die jetzt auf zwei Monate beschränkten Massnahmen falls nötig verlängert werden.

Im Namen und Auftrag der folgenden Organisationen:

Illustratorinnen und Illustratoren Schweiz, Schweizer Berufsfotografen und Filmgestalter SBF, Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM, Schweizerischer Werkbund SWB, Union Suisse des Photographes Professionnels USPP,  vfg –vereinigung fotografischer gestalterInnen und syndicom – Gewerkschaft Medien und Kommunikation. 


Verlauf der Aktivitäten - Rückblick

3. April 2020 - Kanton Basel-Stadt liefert sinnvolle Lösung für die Notsituation von Selbständigen und Freischaffenden

syndicom fordert gemeinsam mit acht weiteren Organisationen den Bundesrat auf, endlich einheitliche Lösungen zu präsentieren, welche der ausserordentlichen Situation Rechnung tragen.

Unmittelbar und unbürokratisch. So sollte die Hilfe ausgestaltet sein, die der Bundesrat am 20. März infolge der Coronavirus-Krise für die Selbständigen angekündigt hat. Die Situation heute: Tausende Anträge stapeln sich bei den Ausgleichskassen, ein Grossteil der Selbständigen fällt durch die Maschen und bei denjenigen, die tatsächlich eine Entschädigung erhalten, reicht diese nicht aus. Es braucht einheitliche und klare Unterstützungsmassnahmen über die Kantonsgrenzen hinweg. Und zwar für alle Selbständigen und Freischaffenden.

Basel-Stadt hat ein System aufgebaut, das diese Probleme lösen kann. Unbürokratisch, mit einer Verordnung, die auf einer Seite Platz hat, mit einem Anmeldeformular, das in 30 Minuten ausgefüllt werden kann, verspricht der Kanton eine Unterstützung, die auch tatsächlich zum Überleben reicht. Anders als bei den meisten anderen Stellen, garantiert Basel-Stadt einen Mindestsatz von 98 Franken pro Tag und beschränkt die Taggelder nicht auf abgesagte Veranstaltungen. So erhalten Selbständige mit einem 100 Prozent Ausfall zumindest knapp 3000 Franken pro Monat. Das reicht als eine Art Existenzminimum, um Lebensunterhalt und die wichtigsten laufenden Ausgaben zu decken.

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27.03.2020 - Geltungsbereich für Unterstützungsmassnahmen bei abgesagten Veranstaltungen für Selbständige und Freischaffende ausgeweitet!

Ab sofort können sich auch Selbständigerwerbende und Freischaffende bei den Ausgleichskassen anmelden, die infolge der Absage einer Veranstaltung einen Auftrag nicht erbringen konnten. Der Geltungsbereich, der vorher nur auf Kulturschaffende beschränkt war, wurde im “Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus” auch auf Dienstleister für Veranstaltungen ausgeweitet:

Ziffer 1039 “Zudem können auch Selbstständig erwerbende Anspruch erhalten, welche durch die Absage der Veranstaltungen Dienstleistungen und Aufträge für und an der Veranstaltung nicht haben erbringen können. Dazu gehören beispielsweise Lieferanten, Messebauer, Licht- und Tontechniker, Zeltbauer usw.”

Fotograf*innen, Grafiker *innen und Journalist*innen sowie andere Berufe, gehören nach Rücksprache von syndicom mit dem BSV auch dazu.

Wir sind uns bewusst, dass dies nur der erste Schritt ist. Die Frage nach der Höhe der Entschädigung und der Entschädigungsdauer sind noch nicht gelöst. Ebenso bleibt die Frage offen, was passiert, wenn Aufträge nicht nur abgesagt werden, sondern schlichtweg nicht mehr reinkommen. Das Wichtigste für den Moment ist aber, dass der Geltungsbereich erweitert wurde.

Wir empfehlen ab sofort allen, die Aufträge aufgrund einer Veranstaltungsabsage nicht erbringen konnten, sich bei den kantonalen Ausgleichskassen anzumelden. Ihr müsst bei der Eingabe dokumentieren, welche Aufträge abgesagt wurden, wie lange ihr daran gearbeitet  und wie viel ihr verdient hättet. 


27.03.2020 - Arbeitslosenversicherung: Längere Rahmenfrist für den Leistungsbezug, mehr Taggelder besonders für Ältere und Verzicht auf aussichtslose Arbeitsbemühungen

Die Gewerkschaft syndicom begrüsst den Entscheid des Bundesrats, die schwierige Situation für Erwerbslose zu entschärfen. Die Massnahmen sind aber mittel- und langfristig unzureichend. Deshalb fordert syndicom den Bundesrat und das Parlament dazu auf, die Arbeitslosenversicherung nachhaltig zu stärken.
 

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25.03.2020 - Massnahmen des Bundes schliessen weite Teile der Freischaffenden und Selbständigen immer noch aus

Die vom Bundesrat gesprochene finanzielle Unterstützung von Selbständigen infolge des Coronavirus, greift in ihrer derzeitigen Form zu kurz. Die Folgen für Freischaffende und Selbständigerwerbende in den Medien- und Kreativbranchen werden trotz der bereits getroffenen Massnahmen nach wie vor verheerend sein. Die Gewerkschaft syndicom fordert daher gemeinsam mit acht weiteren Verbänden in den Medien- und Kreativbranchen, den Geltungsbereich auszuweiten. Sie haben sich deshalb am 25.3.20 mit einer Stellungnahme an das Bundesamt für Sozialversicherungen gewendet. 

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19.03.2020 - Selbständigerwerbende und Freischaffende vor Existenznöten

Erhebung von syndicom bei über 1200 Selbständigen zeigt Handlungsbedarf durch den Bundesrat auf.

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17.03.2020 - syndicom fordert Unterstützung für Freischaffende und Selbständigerwerbende durch Bund und Kantone

Das Coronavirus stellen Gesellschaft und Arbeitswelt vor immense Herausforderungen. Insbesondere Freischaffenden und Selbständigerwerbenden steht eine schwierige Zeit bevor.

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