Gewerkschaftsarbeit in Zeiten der Krise

Unternehmen im ICT-Sektor

Sozialpartnerschaft wichtiger denn je. Oberste Maxime: Schutz der Gesundheit.

Wir sind in permanentem Austausch mit unseren Sozialpartnern. Dabei ist der Schutz der Gesundheit der Angestellten das Wichtigste. Durch unsere starke Position als Sozialpartnerin der wichtigsten Unternehmen in den Branchen Telekommunikation/IT, Netzinfrastruktur, Flugsicherung, Contact- und Callcenter sowie Fulfillment können wir auch eine Koordinationsrolle einnehmen. So konnten wir einen wesentlichen Beitrag zu einheitlichen Massnahmen der Unternehmen leisten.

Das SECO hat klargemacht, dass Kündigungen seitens des Arbeitgebers missbräuchlich sind, wenn ein*e Angestellte*r die Arbeit wegen ungenügender Gesundheitsschutzmassnahmen verweigert. Mach also eigenverantwortlich von deinem Recht Gebrauch, von deinem Arbeitgeber ausreichende Schutzmassnahmen zu verlangen! Deine Personalvertretung und syndicom unterstützen dich dabei gerne.

Der Bundesrat appelliert täglich an die Solidarität der ganzen Bevölkerung, mit verantwortungsbewusstem Handeln die besonders gefährdeten Personengruppen zu schützen. Wir appellieren seit Jahrzehnten an die Solidarität der Beschäftigten, um gemeinsam mit uns die Arbeitsbedingungen kollektiv zu verbessern.

Wir danken für deine Solidarität sowohl im bundesrätlichen als auch im gewerkschaftlichen Sinn!

Der Delegierte für die wirtschaftliche Landesversorgung hat der Swisscom bestätigt, dass es sich um ein systemrelevantes Unternehmen handelt. Dies entbindet Swisscom nicht von der Pflicht, in allen Bereichen den Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden sicherzustellen. Swisscom hat alle unsere Empfehlungen eingehend geprüft und viele davon umgesetzt. Erschwerend für alle war die mangelhafte Koordination zwischen Bund und Kantonen. Inzwischen hat der Bundesrat den Kantonen einschränkend weitergehende Massnahmen erlaubt. Eine der Bedingungen dafür ist, dass die Sozialpartner zustimmen.

Für Swisscom-Mitarbeitende, die sich in der Marktorientierungsphase des Sozialplans befinden, wird die Frist möglicherweise um einen Monat verlängert. Diese Forderung von syndicom wird zurzeit von Swisscom geprüft.

Im Austausch mit unseren Mitgliedern stellen wir fest, dass vielen nur bruchstückhaft bewusst ist, was syndicom und Swisscom seit Beginn der Pandemie sozialpartnerschaftlich umgesetzt haben. Deshalb haben wir die wichtigsten Massnahmen für dich zusammengestellt. 

 

cablex ist versorgungsrelevant für die Schweiz
Der Delegierte für die wirtschaftliche Landesversorgung hat cablex bestätigt, dass es sich um ein versorgungsrelevantes Unternehmen handelt. Dies entbindet cablex nicht von der Pflicht, in allen Bereichen den Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden sicherzustellen. cablex hat alle unsere Empfehlungen eingehend geprüft und viele davon umgesetzt.

Zum Schutz der CFS-Mitarbeitenden werden zudem die Kund*innen mehrmals gefragt, ob sie gesund sind und keine Grippe-Anzeichen haben. Haben CFS-Mitarbeitende während des Einsatzes den Eindruck, dass ihre Gesundheit entgegen den Auskünften gefährdet ist, haben sie das Recht, die Arbeit abzubrechen und die Wohnung umgehend zu verlassen.

 

Kurz nach den Notstandsbeschlüssen des Bundesrates haben wir mit Sunrise Kontakt aufgenommen, um gemeinsam Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden festzulegen. Sunrise zeigte sich kooperativ und war das erste Telekommunikationsunternehmen, das im Tessin Shops geschlossen hat. Wir pflegen mit Sunrise weiterhin den sozialpartnerschaftlichen Austausch, um gemeinsam die Situation zu analysieren und entsprechende Massnahmen festzulegen.

 

Kurz nach den Notstandsbeschlüssen des Bundesrates haben wir mit UPC Kontakt aufgenommen, um gemeinsam Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden festzulegen. UPC zeigte sich kooperativ, hat unsere Vorschläge eingehend geprüft und vieles davon umgesetzt. Wir pflegen mit UPC weiterhin den sozialpartnerschaftlichen Austausch, um gemeinsam die Situation zu analysieren und entsprechende Massnahmen festzulegen.

 

Kurz nach den Notstandsbeschlüssen des Bundesrates haben wir mit T-Systems Kontakt aufgenommen, um gemeinsam Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden festzulegen. T-Systems zeigte sich kooperativ, hat unsere Vorschläge eingehend geprüft und vieles davon umgesetzt. Wir pflegen mit T-Systems weiterhin den sozialpartnerschaftlichen Austausch, um gemeinsam die Situation zu analysieren und entsprechende Massnahmen festzulegen.

 

Forderung nach Gesundheitsschutz auf den Baustellen nach wie vor aktuell
Wir sind seit Ausbruch der Krise regelmässig in Kontakt mit den Netzinfrastruktur-Unternehmen und ihren Verbänden, die in der paritätischen Kommission Netzinfrastruktur vertreten sind. Die Unternehmen haben viele der Massnahmen umgesetzt, die wir zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden vorgeschlagen haben. Die Netzinfrastruktur-Branche in der Schweiz hat gerade in diesen Zeiten eine wichtige Aufgabe, indem sie die nötige Infrastruktur für die Grundversorgung bei Energie, Telekommunikation und Verkehr aufrechterhält. Dabei müssen die Unternehmen alles daran setzen, die Massnahmen des Bundesamtes für Gesundheit am Arbeitsplatz sicherzustellen und damit die Arbeitnehmenden zu schützen.

 

Wir sind seit Ausbruch der Krise regelmässig in Kontakt mit den Unternehmen in der Contact- und Callcenter-Branche und ihren Verbänden, die in der paritätischen Kommission der Branche vertreten sind. Die Unternehmen haben viele der Massnahmen umgesetzt, die wir zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden vorgeschlagen haben. Wichtig sind auch Investitionen in Home-Office-Lösungen. Für Mitarbeitende, die durch ihre Kinder gleichzeitig Homeschooling erfahren, stellt dies aber eine spezielle Herausforderung dar. Wenn du weitere Probleme antreffen solltest, kannst du dich gerne bei uns melden, damit wir diese mit den Unternehmen besprechen können.

 

Deine Fragen in Zusammenhang mit Coronavirus und Arbeit kannst du in der syndicom office hour den Gewerkschaftssekretär*innen stellen. Nach dem spezifischen Themenblock soll es jeweils auch Zeit geben für eine offene Frage- und Antwortrunde. Fragen werden unter go/syndicom-dory gesammelt.

 

Nach den Notstandsbeschlüssen des Bundesrates sind wir mit localsearch in Kontakt in Bezug auf die Situation im Unternehmen hinsichtlich von Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden. Wir pflegen mit localsearch weiterhin den sozialpartnerschaftlichen Austausch, um gemeinsam die Situation zu analysieren und entsprechende Massnahmen zu besprechen.

 

Seit den Notstandsbeschlüssen des Bundesrates sind wir mit MS Direct in Kontakt. Gemeinsam haben wir Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden diskutiert. Auf unseren Vorschlag hin hat MS Direct entschieden, für besonders gefährdete Mitarbeitende im Fulfillment-Bereich Kurzarbeit zu beantragen, damit sie vorläufig nicht mehr arbeiten müssen. Wir pflegen mit MS Direct weiterhin den sozialpartnerschaftlichen Austausch, um gemeinsam die Situation zu analysieren und entsprechende Massnahmen zu besprechen.

 

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