Wie die Post heute mitteilt, will sie bis ins Jahr 2028 weitere rund 170 eigenbetriebene Filialen schliessen. Damit würde sie die Anzahl eigenbetriebener Filialen auf schweizweit 600 senken. Es ist dies eine radikale Abkehr von ihrer bisherigen Strategie, die eine Stabilisierung des Filialnetzes bei rund 800 Filialen vorsieht. Im Endeffekt würde mindestens jede Fünfte noch bestehende Filiale geschlossen. Sollte die Post das in die Tat umsetzen, entspräche das einem Abbau des Service public sondergleichen. Zudem würde eine Reduktion der Anzahl Poststellen die von der Post verfolgte Strategie, die eine Öffnung ihrer Filialen für Partner vorsieht (Netzöffnung), bestimmt nicht begünstigen.

Gegensteuer geben

Mit den Plänen der Post würden hunderte Arbeitsplätze unwiederbringlich verloren gehen. Die Gewerkschaft syndicom kritisiert die verkündeten Absichten der Post und wird alles in ihrer Macht stehende tun, um möglichst viele Poststellen zu erhalten. Manuel Wyss, Mitglied der Geschäftsleitung von syndicom, ordnet ein: 

syndicom steht ein für einen ausgebauten Service public und wehrt sich gegen Abbaupläne in der Grundversorgung. Es gilt, möglichst viele Filialen und Arbeitsplätze zu erhalten. 

syndicom ruft die Politik und dabei insbesondere die betroffenen Kantons- respektive Gemeindebehörden sowie deren Bevölkerung dazu auf, sich ihrerseits für den Erhalt ihrer Poststellen einzusetzen. 

Es darf zu keiner einzigen Kündigung kommen

Für die Gewerkschaft syndicom ist klar, dass es in Zusammenhang mit den verfehlten Plänen der Post zu keinen Kündigungen kommen darf. So hält Manuel Wyss fest: 

Sollte es tatsächlich zu einer Reduktion der Anzahl Poststellen kommen, fordert syndicom von der Post, dass es zu keiner einzigen Kündigungen kommt. Nicht zuletzt aufgrund des Durchschnittsalters des bestehenden Personals kann PostNetz dies unter Ausnützung der natürlichen Fluktuation ohne jeden Zweifel sicherstellen.

Schon heute sind die Angestellten in den Postfilialen hohem Druck ausgesetzt. Mit dem Wegfall weiterer Arbeitsplätze würde der Druck auf das Personal noch grösser.


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