
Nein am 8. März 2026 zur zerstörerischen Anti-SRG-Initiative
Der SRG, dem einzigen durch Gebührengelder finanzierte öffentliche Medienhaus, droht der Kahlschlag. Die Anti-SRG-Initiative («Halbierungsinitiative») will, dass Privatpersonen einen fixen Betrag von CHF 200 pro Jahr bezahlen. Die Initiative bedroht nicht nur tausende Arbeitsplätze: Sie bedroht den sozialen Zusammenhalt und das vielfältige Medienangebot in allen vier Landessprachen. Nicht zuletzt hätte die Initiative verheerende Auswirkungen auf die Schweizer Kultur, Sport und Unterhaltung.
➜ Darum geht es ➜ Deine Unterstützung ist wichtig ➜ Unsere Gründe für ein Nein! ➜ Das wären die Folgen bei einem Ja ➜ Was will die Initiative der SVP? ➜ So ist die Finanzierung der SRG heute geregelt
Darum geht es
Die SRG trägt bei zur freien Meinungsbildung, zur kulturellen Entfaltung, zur Bildung und zur Unterhaltung des Publikums – und das in jeder Region, in allen vier Landessprachen und möglichst barrierefrei. So will es die Bundesverfassung. Mit diesem Auftrag trägt sie zur Bildung einer nationalen Identität bei und trägt der Vielfalt in diesem Land Rechnung.
Diese essenzielle Leistung ist durch die Anti-SRG-Initiative bedroht. Würde sie am 8. März angenommen werden, würden die Radio- und Fernsehabgaben auf 200 CHF gesenkt, könnte die SRG ihren Auftrag nicht mehr auf dem heutigen Niveau erfüllen.
syndicom als Gewerkschaft von Kommunikation und Medien engagiert sich im Abstimmungskampf.
Als Gewerkschaft setzen wir uns für sichere Arbeitsplätze, für verlässliche Information und kulturelle Vielfalt ein, die der ganzen Bevölkerung in allen Regionen zugutekommt. Darum sagt syndicom klar NEIN zur Anti-SRG-Initiative.


«Die Halbierungsinitiative schwächt den Service public massiv. Sie gefährdet nicht nur die SRG, sondern zerstört tausende Arbeitsplätze weit darüber hinaus, bei den freischaffenden Medienleuten und in der Produktion sowie in der Musik, im Film und allen Kultursparten.»
Stephanie Vonarburg, Vizepräsidentin syndicom, Leiterin Sektor Medien
Deine Unterstützung ist wichtig
Damit wir diese Abstimmung gewinnen, brauchen wir dich. Gemeinsam können wir viel bewegen.
Sprich in deinem Bekanntenkreis über die Abstimmung
Erzähle Freund:innen, Familie oder Kolleg:innen, warum ein NEIN zur Anti-SRG-Initiative wichtig ist. Gute Argumente helfen, zu überzeugen. ➜ Zu den guten Argumenten
Verteile Flugblätter
Hilf mit bei einer Verteilaktion in deiner Region. Sag uns, wann du Zeit hast:
Region Zürich / Ostschweiz
➜ Meld dich hier an für eine Verteilaktion in der Region Zürich
Bei Fragen, wende dich an:
Senol Kilic, Leiter Region Zürich / Ostschweiz
Telefon: +41 58 817 19 06 | E-Mail: senol.kilic@syndicom.ch
Region Bern / Oberwallis
➜ Meld dich hier an für eine Verteilaktion in der Region Bern
Bei Fragen, wende dich an:
Fabio Wihler, Leiter Region Bern / Oberwallis
Telefon: +41 58 817 18 91 | E-Mail: fabio.wihler@syndicom.ch
Informiere dich an unserer Veranstaltung am 2. Februar in Zürich
Am Montag, 2. Februar, findet in Zürich ein Podiumsgespräch statt. Mit dabei sind Jacqueline Badran, Lisa Christ und Roger de Weck. Sie zeigen auf, warum der Abbau der SRG unserer Demokratie schadet. ➜ Mehr Infos hier auf dem Flyer (Keine Anmeldung nötig.)
Teile unsere Beiträge auf Social Media
Auf unseren Social-Media-Kanälen findest du Videos, Argumente und Infos zu Aktionen: https://linktr.ee/syndicomsocials Danke fürs Teilen & Liken!
Nicht vergessen: Stimme NEIN
Bald erhältst du deine Abstimmungsunterlagen.
Bei der Frage: «Wollen Sie die Volksinitiative ‹200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)› annehmen?» kreuze NEIN an.
Schicke deine Unterlagen rechtzeitig zurück:
✉️ Per Post
A-Post: spätestens 5. März B-Post: spätestens 3. März
🗳️ Oder an die Urne
Wann und wo du vor Ort abstimmen kannst, steht im Umschlag mit den Abstimmungsunterlagen.
Vielen Dank für deine Unterstützung!
Gemeinsam schaffen wir ein NEIN am 8. März.
Unsere Gründe für ein Nein!
Die Schweiz braucht starke Medien
SRF/RTS/RSI/RTR und swissinfo berichten verlässlich in vier Sprachen über die Schweiz und die ganze Welt. Gerade in der jetzigen, politisch instabilen Zeit ist es wichtig, dass wir Zugang auf geprüfte Informationen haben.
Ein Abbau der SRG schwächt den Schweizer Medienplatz als Ganzes
Das Medienangebot in der Schweiz ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Die SRG berichtet noch über Gebiete und Ereignisse, über die sonst niemand mehr berichtet. Wird jetzt auch noch die SRG nochmals stark abgebaut, wird das Medienangebot als Ganzes geschwächt.
Die SRG ist ein Medienhaus für die ganze Schweiz
Alle Landessprachen haben ein vollwertiges eigenes Fernsehen und Radio. Sie berichten auch in Regionen, wo es kaum mehr eigene Medientitel gibt. Von der SRG profitieren alle Menschen und alle Landesteile.
Die SRG schützt uns vor Desinformation
Die SRG prüft die Fakten und Dank des Korrespondent:innen-Netzes berichtet sie über die Vorgänge und Hintergründe vor Ort. Das fördert das Verständnis und schützt uns vor gezielten Falschinformationen.
Unabhängig von Klickzahlen
Dank der Abgaben kann die SRG frei berichten. Sie muss keine Rücksicht auf private Besitzer:innen wie Milliardäre und Tech-Konzerne nehmen und kann nach journalistischen Kriterien arbeiten und muss sich weniger an Klickzahlen orientieren. Sie kann informieren, statt verkaufen. Sie hat im Leistungsauftrag auch die Aufgaben im Bereich Sport, Kultur, Film, Unterhaltung.
Arbeitsplätze gehen verloren
Alleine wegen der letzten Sparrunde werden 900 Stellen gestrichen. Sowohl Medienschaffende als auch technische Mitarbeitende (zB. Tontechnikerinnen, Schreiner) verlieren ihre Stellen. Und viele Freelancer:innen und Zulieferer verlieren ihre Aufträge!


«Die Finanzierung der SRG würde komplett auf Privatpersonen abgewälzt. Wir zahlen weiterhin, bekommen aber einen halbierten, schlechteren Service (kein Sport, keine Kultur, weniger Programme, keine Schweizer Serien usw.). Die Initiative ist ein weiteres (Steuer-)Geschenk an Unternehmen. Darum Nein zu dieser Mogelpackung.»
Matteo Antonini, Präsident syndicom
Das wären die Folgen bei einem Ja
Die Senkung hätte verheerende Auswirkungen auf Schweizer Kultur, Sport und Unterhaltung
Schon jetzt muss die SRG auf Druck von Albert Rösti massiv abbauen. Würden die Gebühren weiter gesenkt, könnten beliebte Formate und Serien wie «Tschugger», «DOK» oder Sportformate nicht weiterbestehen. Schweizer Kultur und Sport würden ihre wichtigste Plattform verlieren.
Unternehmen müssten gar nichts mehr bezahlen
Die Initiative ist ein Geschenk an Unternehmen: Sie müssten nichts gar mehr beitragen. Die privaten Haushalte müssten alleine bezahlen – und das erst für ein halbiertes Angebot.
Noch mehr Geld für internationale Streaming-Dienste
Weniger Geld für die öffentliche Angebote der SRG füllt die Kassen der privaten, internationalen Streamingplattformen – mit den entsprechenden regelmässigen Preiserhöhungen. Das kostet die Haushalte unter dem Strich mehr.
Was will die Initiative der SVP?
- Die Gebühren würden auf 200 CHF pro Jahr für alle Privathaushalte gesenkt.
- Nimmt die Gesamtzahl der Schweizer Haushalte zu, würde die Abgabe weiter gesenkt.
- Unternehmen, auch grosse, müssten überhaupt keine Abgaben mehr bezahlen.
- Wenn das Parlament nicht spätestens innert 18 Monaten die Initiative in ein Gesetz umsetzt, kann der Bundesrat per Verordnung das Gesetz in Kraft treten lassen.
So ist die Finanzierung der SRG heute geregelt
- Die SRG ist ein privater Verein, der im Auftrag des Bundes mit diesen Beträgen das Radio- und Fernsehangebot sicherstellt. Dafür besteht ein Leistungsauftrag.
- Jeder Haushalt bezahlt die Radio- und Fernsehabgabe, derzeit 335 CHF/Jahr.
- «Serafe»: Ist die Firma, die im Auftrag des Bundes die Rechnungen stellt.
- Unternehmen ab einem Umsatz von 500’000 CHF/Jahr müssen die Abgabe ebenfalls bezahlen.
- Die Höhe der Abgabe ist nicht im Gesetz fixiert; der Bundesrat setzt sie per Verordnung fest.
- Bundesrat Albert Rösti (SVP) ist heute zuständig für die Medien. (Er gehörte zu den Initianten.)
Rösti-Senkung: Diese Senkung hat Bundesrat Rösti bereits beschlossen.
- Ab 2027 wird die Haushaltsabgabe schrittweise reduziert auf 300 CHF/Jahr.
- Ab 2027 müssen nur noch Unternehmen mit mind. 1.2 Mio Jahresumsatz die Abgabe bezahlen. Damit fallen 80% der Einnahmen aus der Unternehmsabgabe weg.
Bereits dieser Einschnitt ist drastisch (über 17%, Abbau von 900 Stellen, Angebotsreduktion).