Deutliche Absage an die Halbierungsinitiative – Service public und Medienvielfalt gestärkt
Die Stimmbevölkerung hat die SRG-Halbierungsinitiative am 8. März klar abgelehnt. Damit ist ein massiver Abbau beim Service public verhindert. Für syndicom ist das Ergebnis ein deutliches Signal gegen weiteren Stellenabbau im Journalismus und für eine Stärkung der unabhängigen Medien.
Eine breite Allianz aus Gewerkschaften, Kulturschaffenden, Sportorganisationen, politischen Akteur:innen und der Zivilgesellschaft stellte sich der radikalen Senkung der Radio- und Fernsehgebühren entgegen. Auch syndicom führte einen engagierten Abstimmungskampf, an dem sich zahlreiche Medienschaffende aus privaten Medienhäusern sowie freie Journalist:innen beteiligten.
Klare Entscheidung für starke Medien in allen Sprachregionen
Mit dem deutlichen Nein bekennt sich die Stimmbevölkerung zum Grundauftrag der SRG: eine ausgewogene Berichterstattung in allen Sprachregionen sowie ein breites Kultur- und Sportangebot. Zugleich ist das Ergebnis eine Absage an eine Medienpolitik, die auf Abbau und Sparlogik setzt.

Für die Gewerkschaft syndicom steht fest: Eine Halbierung der SRG-Finanzen hätte direkte Folgen für die Grundversorgung aller Regionen, die Qualität der Berichterstattung und die Arbeitsbedingungen der Medienschaffenden und aller internen sowie regelmässigen externen Mitarbeitenden gehabt.
Stephanie Vonarburg, Leiterin Sektor Medien und Vizepräsidentin von syndicom, sagt:
Der Entscheid verpflichtet alle Akteur:innen. Wer glaubwürdigen Journalismus als Bollwerk gegen Desinformation und Fake News will, muss ihn auch ermöglichen, und zwar mit stabiler Finanzierung und guten Arbeitsbedingungen.
Signal an Bundesrat, SRG und private Medienhäuser
Das Abstimmungsergebnis ist auch ein politisches Signal. syndicom fordert den Bundesrat auf, vom geplanten Absenkungspfad bei den Gebühren abzusehen. Nach diesem sehr deutlichen Volksentscheid braucht es Stabilität statt weiterer Sparrunden.
Gleichzeitig erwartet syndicom von der SRG und den privaten Medienkonzernen, wieder konsequent in hochwertigen Journalismus und gute Arbeitsbedingungen zu investieren. Qualität entsteht nicht durch Sparprogramme, sondern durch ausreichend Personal, Zeit für Recherche und faire Arbeitsverhältnisse.
Mobilisierung mit Blick auf 2028 fortsetzen
Der breite Zusammenschluss im Abstimmungskampf zeigt: Angriffe auf unabhängige Medien lassen sich mit kollektivem Engagement abwehren. Mit Blick auf das Auslaufen der SRG-Konzession im Jahr 2028 wird diese Allianz weiterhin gefordert sein.
Für syndicom ist klar: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht starke Medien sowie faire Arbeitsbedingungen für jene, die täglich journalistische Arbeit leisten. Für starke und vielfältige Medien braucht es mehr öffentliche finanzielle Unterstützung.