Die von der Massenentlassung betroffenen haben heute in Zürich gegen die Verzögerungen der Sozialplanverhandlungen durch Familie Wiesner Gastronomie (FWG) mit einer Aktion protestiert. Zudem haben sie heute Mittag «Dienst nach Vorschrift» geleistet. Hintergrund: Obwohl Verhandlungen schon seit Wochen beginnen könnten, hat das Management den ersten Termin auf den 30. Oktober gelegt, dem zweitletzten Arbeitstag.

Nun behauptet die FWG in einer Medienmitteilung von heute Mittag, die Kurier:innen hätten die Arbeit niedergelegt.
→ syndicom hält fest: Dies entspricht nicht den Tatsachen. Unsere Mitglieder haben wie gewohnt gearbeitet und nachweislich geliefert, wenn ihnen ein Lieferauftrag zugeteilt wurde.

FWG schreibt weiter, ein erster Gesprächstermin nach Ende der Arbeitsverträge sei bereits fix vereinbart.
→ syndicom hält fest: Dies entspricht nicht den Tatsachen. Wir haben zu jedem Zeitpunkt einen raschen Verhandlungsstart gefordert. Für heute und nächste Woche angesetzte Verhandlungstermine wurde von der FWG abgesagt, was zu drei Wochen Verzögerung führt.

syndicom geht weiter davon aus, dass die Löhne der Angestellten trotz dieses Missverständnisses bezahlt werden. Alles andere käme einer so genannten «Aussperrung» gleich, also der Verweigerung der Annahme der Arbeit durch die Arbeitgeber. Damit wäre die geltende Friedenspflicht verletzt.


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