Solidarität und Entschlossenheit bei St-Paul Médias: Der Widerstand gegen die Entlassungen hält an
Freiburg, 9. Juli 2026 | Am Donnerstag, 9. Juli 2026, unterstützte syndicom die Belegschaft von St-Paul Médias mit einem Tag der Solidarität und des gemeinsamen Austauschs. Dabei wurde sie von einem Experten für gewerkschaftliche Auseinandersetzungen in der Druckbranche begleitet. Den Abschluss bildete eine Medienkonferenz vor einem von den Mitarbeitenden gestalteten Transparent. Die Botschaft ist klar: Der Widerstand gegen die Entlassungen und gegen eine aus Sicht der Belegschaft ungerechtfertigte Unternehmensstrategie hält unvermindert an.
Ein Tag des Zusammenhalts
Für die Mitarbeitenden war dieser Tag ein wichtiger Moment des Zusammenhalts in einer schwierigen Phase, während die Geschäftsleitung die angekündigten Entlassungen vollzog. Der Tag begann mit dem Gestalten von Transparenten. Anschliessend diskutierte Frédéric Deshusses, langjähriger Kenner gewerkschaftlicher Kämpfe in der Druckindustrie, mit den Mitarbeitenden über Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten in einer Branche, die weiterhin von Stellenabbau geprägt ist.
Raum für Austausch und Solidarität
Im Anschluss wurde ein von der Belegschaft angefertigtes Transparent enthüllt. Der Tag war ausdrücklich kein Streik, sondern sollte den Mitarbeitenden einen Raum für Austausch und Solidarität bieten. Gleichzeitig konnten entlassene Kolleg:innen, die dies wünschten, daran teilnehmen. Ziel war es auch, die Entschlossenheit der Belegschaft zu bekräftigen, sich gegen die Entlassungen zur Wehr zu setzen.
Kritik an der Unternehmensstrategie
Die Mitarbeitenden kritisieren weiterhin eine Unternehmensstrategie, deren finanzielle Zielsetzungen sie als unrealistisch und überzogen beurteilen. Aus ihrer Sicht sind die Entlassungen weder wirtschaftlich noch strategisch gerechtfertigt.
Für eine Zukunft der Medien jenseits von Renditezielen
Der Widerstand gegen den Abbau von Arbeitsplätzen in Medienunternehmen ist aus Sicht der Belegschaft ein notwendiger Schritt, um eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft der Medien zu führen. Gefordert wird ein Mediensystem, das sich nicht ausschliesslich an kurzfristigen Renditezielen orientiert, sondern seinem demokratischen Auftrag gerecht werden kann. Von dieser Diskussion hängen die Zukunft der Medien sowie ihre zentrale Rolle für eine informierte und demokratische Gesellschaft ab.
Zu diesem Zweck hat die Belegschaft eine öffentliche Petition lanciert. Sie ruft die Bevölkerung dazu auf, diese zu unterzeichnen und weiterzuverbreiten.