Keine Konsultation im Schnelldurchlauf

syndicom fordert ein echtes Konsultationsverfahren mit ausreichender Frist. Der Versuch, diesen Prozess vor dem Sommerferienbeginn durchzuziehen, lässt Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Beteiligung aufkommen. Die betroffenen Mitarbeitenden haben das Recht, Alternativen zum Abbau zu entwickeln und sich mit ihrer Gewerkschaft zu besprechen. Das benötigt Zeit und Transparenz.

Abbau bei erfolgreichem Titel: Unverständliche Entscheidung

Die angekündigte Massenentlassung ist nicht nachvollziehbar: Gerade 20 Minuten ist seit vielen Jahren die Cashcow im Portfolio des TX-Konzerns. Ausgerechtet hier sollen die Medienschaffenden die Kosten der Restrukturierung tragen.

Medienvielfalt unter Druck

Besonders kritisch sieht syndicom die geplante Zusammenlegung der Redaktionen aus der Deutschschweiz und der Romandie. Eine solche Zentralisierung schwächt die sprachregionale Medienvielfalt, die in einem mehrsprachigen Land wie der Schweiz essenziell ist. Die Schliessung von Regionalredaktionen bedeutet einen weiteren Rückzug aus der Fläche – zu Lasten des lokalen Journalismus.

Stephanie Vonarburg, Vizepräsidentin syndicom und Leiterin Sektor Medien, sagt:

Es ist nicht nachvollziehbar, dass gerade bei 20 Minuten, der langjährigen Cashcow von TX Group, nun auf dem Buckel der Medienschaffenden und des technischen Personals drastisch gespart werden soll. Statt Medienvielfalt zu fördern, wird sie erneut geschwächt – und das mitten in der Demokratiekrise!

syndicom steht an der Seite der Betroffenen

syndicom ist mit den betroffenen Mitarbeitenden in Kontakt und unterstützt sie während des gesamten Prozesses. Die Gewerkschaft fordert den Verzicht auf Entlassungen. Für den Konsultationsprozess sind nun Transparenz, Mitwirkung und tragfähige Perspektiven für alle, die von diesem Stellenabbau betroffen sind, nötig.


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syndicom ist die führende Gewerkschaft in den Branchen der Medien und grafischen Industrie, der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Logistik und zählt landesweit rund 30’000 Mitglieder. Wir setzen uns ein für die Rechte der Arbeitnehmenden und für eine soziale und weltoffene Schweiz. ➜ Mehr Infos zu syndicom


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