Gemäss den heute bekannt gewordenen Informationen sollen 14 von 74 Stellen wegfallen. Fast jede fünfte Stelle wäre damit betroffen. Ringier riskiert damit eine Abwärtsspirale: Weniger Personal bedeutet mehr Druck, Verlust von Know-How und eine weitere Schwächung des journalistischen Angebots.

Stephanie Vonarburg, Vizepräsidentin von syndicom, sagt: 

Ringier muss diesen Entscheid überdenken. Wir verlangen die Eröffnung eines Konsultationsverfahrens, wie es das Gesetz bei Massenentlassungen vorsieht. Ringier muss mit den Mitarbeitenden und Sozialpartnern nach Alternativen zu Entlassungen suchen! 


Die gesetzlich vorgesehene Konsultation darf keine Alibiübung sein. Das Personal und seine Vertretungen müssen ausreichend Zeit und die notwendigen Informationen erhalten, um tragfähige Alternativen vorzulegen. 

Alberto Tikulin, Präsident von impressum vaud, erklärt:

Nationale Kooperationen können sinnvoll sein, dürfen aber nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen und der regionalen Verankerung gehen. Angesichts des ständigen Abbaus von Redaktionen müssen wir uns fragen, wer morgen noch da sein wird, um über unsere Städte, unsere Institutionen und unsere Wirtschaft zu berichten und das Leben in unserer Region zu schildern. Eine Demokratie braucht Journalist:innen vor Ort. Die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Schweiz erfordert zudem Redaktionen, die über ausreichende Mittel und die tatsächliche Fähigkeit verfügen, das Zeitgeschehen so nah wie möglich am Publikum zu behandeln.

Die angekündigten Entlassungen bedeutet einen Abbau der Westschweizer Redaktionen von Ringier. Diese Massenentlassung schwächt die Medienlandschaft der Westschweiz insgesamt.  impressum und syndicom fordern eine gesetzlich vorgesehene Konsultation. Sie sind bereit, gemeinsam mit der Ringier-Geschäftsleitung zu verhandeln. Das Ziel ist klar: Möglichst viele Arbeitsplätze retten.


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