Die Mitglieder der Pensionierten-Arbeitsgruppe Zürich-Schaffhausen Logistik und ICT sind am 2.Februar im Volkshaus Zürich zu ihrer Generalversammlung zusammengekommen. Als ihre Hauptaufgabe betrachtet sie die Vertretung gewerkschafts- und sozialpolitischer Interessen unserer Mitglieder im Besonderen neben der Durchführung gesellschaftlicher Anlässe. 

Präsident, Erwin Furrer, gibt seiner Freude Ausdruck, so viele Kolleginnen und Kollegen begrüssen zu dürfen.

Wie immer sind alle gespannt auf seinen Jahresbericht. Und wahrlich, einiges ist passiert.

Da war die leidige Angelegenheit, welche eine Änderung bei der Finanzierung der Pensionierten-Gruppen oder Vereine betrifft. Das sind die historisch gewachsenen Gruppen oder eben Vereine, die sich vor allem den gesellschaftlichen Belangen (Kollegialität, Besichtigungen, Wandern usw.) widmen und eine wichtige Funktion zu Zusammengehörigkeit und Gewerkschaftsverbleib erfüllen.

Man hätte sich selbstverständlich im Vornherein eine klare Information an diese betroffenen Gruppen erhofft.

Die syndicom-Geschäftsleitung, notabene der Kommunikations-Gewerkschaft, hat das leider nicht fertiggebracht. Entstanden ist ein Chaos. Nun hat der Vorstand unter der Führung von Erwin Furrer für die Region SH/ZH-Ostschweiz das Heft in die Hand genommen und einen regionalen Info-Anlass durchgeführt beziehungsweise etwas Licht ins Dunkel gebracht.

Der Bericht vom Gewerkschafts-Kongress fällt durchzogen aus. Viele unserer (der Sektionen Zürich Logistik und ICT) Anträge sind gutgeheissen worden. Abgelehnt wurde leider der Antrag für ein besseres Vertretungsrecht bei Kongressen und Delegiertenversammlungen. Ein anderer wichtiger ist zurückgeblieben und auf die nächste Delegiertenversammlung verschoben worden. Es handelt sich um den Antrag, dass der Gewerkschaftspräsident (Exekutive) nicht gleichzeitig den Zentralvorstand (Legislative) führen darf (Gewaltentrennung). Zumindest ist ihm in der Zwischenzeit das Stimmrecht bzw. ein allfälliger Stichentscheid entzogen worden.

Man bekommt den Eindruck nicht los, dass sich da eine Macht-Kumulation anbahnt. Ein überproportionaler Profi-Apparat gegenüber MilizfunktionärInnen, denen zum Teil die Entschädigungen gestrichen werden.

Wie ein roter Faden zieht sich die unbefriedigende Situation betreffend Teuerungsausgleich bei der Pensionskasse Post durch das Gewerkschaftsjahr. Sind da alle Hebel bei der Wahlkampagne in den Stiftungsrat in Bewegung gesetzt worden…? Wohl kaum! Professioneller ging es bei der Pensionskasse comPlan zu. Wir gratulieren zum Erfolg.

Die RentnerInnen-Kommission des Gewerkschaftsbundes des Kantons Zürich (GBKZ) organisierte die Vorfeier zum 1.Mai mit dem Motto des SGB «Solidarität statt Hetze – gemeinsam stark» und am 1.Oktober, dem Tag der älteren Menschen eine Podiumsdiskussion zum Care-Manifest der Unia. Immer mehr Menschen benötigen Langzeitpflege und Betreuung. Gute Pflege und Betreuung erhalten wir nur mit qualifiziertem Personal unterguten Arbeitsbedingungen. Es geht um Lebensqualität und Würde.

Unsere traditionellen Anlässe haben sich bewährt. Obwohl der Jass- und Kegelnachmittag noch reger besucht werden könnte. Die Schifffahrt auf dem Zürichsee war ein Erfolg, umso mehr, als diesmal mit neuem Konzept über 100 Kolleginnen und Kollegen teilnehmen konnten. Herzlichen Dank dafür unserem Vorstandsmitglied, Walter Banz. Der Chlaushöck schliesst wie gewohnt das Gewerkschaftsjahr unserer Gruppe ab.

Unser Gast Jürgen Schendekehl, Präsident der Pensionierten-Gruppe Medien Zürich, weist auf den Termin der Filmvorführung «Macht und Ohnmacht – wenn Schweizer Konzerne Leben zerstören» hin. Ein gemeinsamer Anlass aller Pensionierten auf unserem Sektionsgebiet.

In der abschliessenden Diskussion blieb der Fokus auf dem Thema «Pensionskasse». Thomas Burger brachte es auf den Punkt betreffend Zusammensetzung des Stiftungsrates: Nach der Wahl ist vor der Wahl oder mit anderen Worten, das Thema muss bereits heute und immer wieder auf die Tagesordnung kommen. Es geht uns alle an, Pensionierte und Aktive.

Mit dem wichtigen Hinweis, die Petition der VASOS gegen Altersdiskriminierung zu unterschreiben, geht der interessante Nachmittag bei einem gemütlichen Apéro zu Ende – oder weiter. Denn im gleichen Saal findet am Abend die Diskussionsrunde zur Halbierungsinitiative statt, wo das Regionalsekretariat syndicom in der Organisation stark involviert ist.

Februar 2026, der Vorstand

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