Nicht mit uns!

Am 14. Juni 2026 stimmen wir über die Chaos-Initiative der SVP ab. Der Kern: Mit einer harten Migrationspolitik sollen Probleme wie Dichtestress, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit gelöst werden. Erneut wird nach SVP-Manier eine Sündenbockpolitik kolportiert. Menschen mit Migrationshintergrund unter uns seien die Schuldigen für unsere gesellschaftlichen Herausforderungen und Probleme. Darum sei die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz vor dem Jahr 2050 bei 10 Mio. zu deckeln, so die Initiative unter dem «Decknahmen» der Nachhaltigkeit. Pierre-Yves Maillard, Präsident des SGB sagt es deutlich: «Diese Initiative ist nicht im Interesse der Arbeitnehmenden. Sie ist nicht im Interesse der Rentnerinnen und Rentner. Und sie ist nicht im Interesse unseres Landes.» Es werden keine Probleme gelöst. Im Gegenteil – sie zielt darauf ab, das Asylrecht abzuschaffen und die bilateralen Verträge mit der EU zu kündigen: Ein Frontalangriff auf alle Arbeitnehmenden und den sozialen Frieden in unserem Land.

Nein zu tieferen Renten!

Die Chaos-Initiative trifft nicht nur Erwerbstätige. Sie trifft unser gesamtes Altersvorsorgesystem. Daniel Lampart, Chefökonom des SGB hat gerechnet: Heute zahlen zugewanderte Arbeitnehmende rund einen Drittel der AHV-Beiträge, beziehen aber nur etwa einen Fünftel der Leistungen. Fallen diese Beitragszahlenden weg, entstehen Finanzierungslücken in Milliardenhöhe. Gleichzeitig drohen bei den Pensionskassen Einbussen von über 2000 Franken pro Jahr und pro Person: Weniger Wachstum bedeutet weniger Rendite, was weniger Anlagerisiken erlaubt bei zunehmender Anzahl Rentenbezüger:innen. Wirtschaftliche Abschottung (Kündigung der bilateralen Verträge) erhöht zudem die Lebenshaltungskosten, was die Renten real entwertet.

Chaos im Gesundheitswesen

Rund die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte sowie über ein Drittel der diplomierten Pflegefachpersonen kommen aus dem Ausland. Wenn die nicht mehr kommen, würde das Gesundheitswesen zusammenbrechen. Wegen der gesellschaftlichen Alterung brauchen wir künftig ein noch leistungsfähigeres Gesundheitswesen. Die Chaos-Initiative will aber die Rekrutierung von Personal im Ausland massiv einschränken. Das heisst konkret: Ärzt:innen und Pflegepersonal werden uns schmerzhaft fehlen.

Führt zu höheren Krankenkassenprämien

Die Berufstätigen zahlen pro Jahr 2000 bis 3000 Franken mehr in die Krankenkassen ein, als sie Leistungen beziehen. Davon profitieren vor allem die älteren Menschen in der Schweiz, die höhere Gesundheitskosten haben. Die SVP-Initiative führt dazu, dass die Zahl der Berufstätigen sinkt. Damit fehlen nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch gute Prämienzahler:innen, die ihre Prämien zahlen, aber weniger zum Arzt gehen.
Die Folge: Die Prämien werden steigen – um rund 250 Franken pro Jahr. Obwohl die Prämienlast bereits heute für viele nicht oder kaum mehr tragbar ist.

Wir von den Gewerkschaften sagen zur Chaos-Initiative entschlossen Nein!

Resolution «Nein zur Chaos-Initiative der SVP – für sichere Renten, gute Pflege und ein solidarisches Gesundheitssystem»

Diese Resolution wurde einstimmig von der Pensionierten-Gruppen-Konferenz am 16. April verabschiedet.

Beteilige dich – sei Teil der Kampagne!

Wir Pensionierte syndicom unterstützen aktiv die Kampagne des SGB für ein Nein.
Um diese extreme Initiative zu verhindern, braucht es jede Stimme.

Es ist wichtig, dass wir möglichst viele Menschen in unserem Umfeld – zum Beispiel im Bekannten- und Familienkreis oder in der Nachbarschaft – auf die gefährlichen Folgen einer Annahme hinweisen. Denn das verschweigen die Initianten konsequent.

Bitte hilf uns und bestelle 20 oder 40 Flyer, um dein Umfeld zu informieren.
Vielen Dank!

Pensionierte syndicom

Fragen zur Chaos-Initiative der SVP – und die Antworten
Daniel Lampart, Chefökonom des SGB

Weitere Informationen und ausführliche Argumente findest du unter:
chaos-nein.ch

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