Ein Viertel der Belegschaft soll gehen: Sunrise setzt den Rotstift bei den Mitarbeitenden an
Der geplante Kahlschlag bei Sunrise ist ein Affront gegenüber den Mitarbeitenden: Nun sollen 450 Vollzeitstellen abgebaut werden. Nach 150 Entlassungen im Februar würden innert weniger Monate fast ein Viertel der Mitarbeitenden ihre Stelle verlieren. syndicom verurteilt dieses Vorgehen scharf und fordert Sunrise auf, den geplanten Stellenabbau zu stoppen.
Nach 150 Entlassungen Anfang Jahr: Sunrise plant den nächsten Massenabbau
Sunrise evaluiert den Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen. Bereits Anfang Jahr wurden rund 150 Mitarbeitende entlassen. Sunrise will also innert weniger Monaten 600 Menschen entlassen. Bei rund 2600 Vollzeitstellen entspricht dies fast einem Viertel der Belegschaft.
Die Gewerkschaft syndicom verurteilt diese Pläne. Während Sunrise von «Transformation», «Neuausrichtung» und der Optimierung der Kostenbasis spricht, bedeutet der Entscheid für hunderte Mitarbeitende Angst um ihre berufliche Zukunft. Er trifft Menschen, die sich schon seit Jahren mit viel Energie für Sunrise einsetzen.
Mitarbeitende haben Jobsicherheit verdient
Die Mitarbeitenden haben in den vergangenen Jahren zum Erfolg des Unternehmens beigetragen und zahlreiche Veränderungen mitgetragen. Umso stossender ist es, dass nun erneut hunderte Arbeitsplätze verschwinden sollen.
Dominik Fitze, Mediensprecher von syndicom, sagt:
Wer innerhalb weniger Monate bereits zum zweiten Mal einen massiven Stellenabbau ankündigt, versetzt die gesamte Belegschaft in einen dauerhaften Ausnahmezustand. Die Mitarbeitenden haben ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet. Sie verdienen Respekt, Jobsicherheit und Perspektiven statt immer neuer Kündigungsrunden.
Konsultationsverfahren: Alternativen ernsthaft prüfen
Das Konsultationsverfahren muss nun rasch starten, damit die Mitarbeitenden genügend Zeit für Alternativvorschläge haben. Sunrise muss alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Arbeitsplätze zu erhalten.
Insbesondere erwartet syndicom vom Unternehmen, dass es seiner sozialen Verantwortung gerecht wird und nicht einseitig Kosten- und Renditeziele über die Interessen der Mitarbeitenden stellt.
syndicom steht in engem Kontakt mit den betroffenen Arbeitnehmenden und wird sich im Konsultationsverfahren mit Nachdruck für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze einsetzen.