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Das neue System stärkt die Solidarität unter den Mitgliedern in der Gewerkschaft

Im vergangenen Dezember haben die Kongress-Delegierten in Lausanne das neue Reglement über die Mitgliederbeiträge von syndicom verabschiedet. Das war ein wichtiger Schritt, um die Fusionsphase abzuschliessen und das Zusammenwachsen der gesamten Organisation zu fördern. Ab 1. Januar 2015 treten die Beschlüsse in Kraft. Für das einzelne Mitglied ändert sich wenig, trotzdem sind alle von diesem Systemwechsel betroffen. Wir erklären die Zusammenhänge und Auswirkungen. 

In den nächsten zwei Wochen werden einige Tausend syndicom-Mitglieder eine Mail oder einen Brief erhalten, in dem sie aufgefordert werden, ihren persönlichen Eintrag in der Mitglieder-Datenbank und die entsprechende Mitgliederbeitrags-Kategorie zu kontrollieren. Warum ist das nötig? Ab dem 1. Januar 2015 werden die verschiedenen Beitrags-Systeme der Vorgängergewerkschaften harmonisiert. Es gelten neu – vier Jahre nach der Fusion – für alle Mitglieder endlich die gleichen Bestimmungen zur Berechnung der Beträge. Die Angleichung von verschiedenen Parametern führt aber dazu, dass die Angaben von allen Mitgliedern überprüft und angepasst werden müssen.

1. Die Höhe des beitrags richtet sich nach dem Brutto-Einkommen

Dieses Prinzip wurde schon bisher zur Berechnung der Beitragshöhe angewandt. In den Vorgängergewerkschaften basierte die Einstufung aber auf je unterschiedlichen Grundlagen. Neu gibt es für alle eine einheitliche Tabelle mit elf Beitragsgruppen, welche in 10 000er-Schritten von einem Jahreseinkommen von 0 bis 9999 Franken (Kategorie 1) bis zu einem Jahreseinkommen über 100 000 Franken (Kategorie 11) reichen. Hinzu kommen spezielle Kategorien für die private Zeitungs- und Drucksachenzustellung (Presto, Epsilon), für Auszubildende, RentnerInnen usw. Details siehe Tabelle unten mit den neuen Beiträgen.

Weil unsere Gewerkschaft solidarisch durch alle Mitglieder finanziert wird, sind wir darauf angewiesen, dass die Angaben zum Einkommen in unserer Datenbank wahrheitsgetreu sind und von Zeit zu Zeit der aktuellen Einkommenssituation angepasst werden. Es ist deshalb wichtig, dass diese Einträge persönlich überprüft und entsprechend deklariert werden. Besten Dank für eure Mitarbeit!

2. Für lokale Sektionen gelten in der ganzen Schweiz einheitliche Beiträge

Bis anhin waren die lokalen Sektionen frei, die Höhe ihres Mitgliederbeitrags festzulegen. Dies führte zu einer grossen Spanne und einem intransparenten System. Die schweizweite Vereinheitlichung dieser lokalen Beiträge ist ein wichtiger Schritt. Sie erleichtert die administrative Arbeit und auch die Mitgliederwerbung auf allen Stufen. Und sie fördert die Kooperation innerhalb unserer Organisation.

3. In allen Kategorien sind die Mitglieder nun gleichgestellt

Lokale bzw. sektorabhängige Unterschiede gab es bisher auch in Kategorien, in welchen ein einkommensunabhängiger Beitragssatz galt und gilt: bei RentnerInnen, Auszubildenden, bei Solidaritäts- und Doppelmitgliedern. In der ganzen Organisation werden nun die gleichen Ansätze angewendet. Diese Anpassungen führen letztlich zu einem gerechteren Beitragssystem. Wir bitten euch, die neuen Beträge in der Tabelle einzusehen.

4. Anpassung an die Teuerung

In den letzten rund 10 Jahren wurden unsere Mitgliederbeiträge nicht mehr der Teuerung angepasst. Diese Massnahme wurde nun in den Umbau des gesamten Systems integriert und die Beiträge an die Zentralkasse wurden um rund 8 Prozent angehoben.

Fazit: Es ändert sich weniger, als man denkt

Angesichts der vielen verschiedenen Faktoren, aufgrund derer der neue Mitgliederbeitrag berechnet wird, ist es erstaunlich, dass sich für einen Grossteil der Mitglieder die Höhe des Beitrags kaum verändert. Er sinkt oder steigt um ein paar wenige Prozente. Rund 2000 Mitglieder müssen eine substanzielle Erhöhung des Beitrags von über 10 Prozent in Kauf nehmen. Gleichzeitig kann eine etwa gleich gros­se Gruppe mit einer spürbaren Reduktion rechnen. Das zeigt: Das neue System gleicht innerhalb der Organisation aus, es wird gerechter und stärkt die interne Solidarität.

Es lohnt sich, Mitglied zu sein

Ob du nun mehr, weniger oder gleich viel für deine Mitgliedschaft bei syndicom bezahlst: Lohnen tut sich dein Engagement auf jeden Fall. Denn syndicom setzt die Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in rund einem Dutzend Schweizer Branchen ein, verhandelt Gesamtarbeitsverträge, lanciert wichtige politische Diskussionen und führt die entsprechenden Kampagnen. Ihren Mitgliedern bietet syndicom Rechtsschutz am Arbeitsplatz, Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung und zahlreiche weitere Dienstleistungen.

Unter dem Strich heisst das: Durch deine Mitgliedschaft stärkst du das syndicom-Fundament, das aus Tausenden engagierten Mitgliedern besteht. Das ist wichtig – denn nur auf einem starken Fundament können wir unsere Organisation aufbauen!

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