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Gemeinsam Brücken bauen

Eine Gewerkschaft mit Zukunft braucht genügend junge Mitglieder: Deshalb setzt syndicom ganz besonders bei der Jugendwerbung Akzente.

Die junge Gewerkschaft syndicom ist kaum ein Jahr alt. Nun lassen sich die Chancen und Risiken der Fusion bereits etwas besser erkennen und analysieren. So stellt sich jetzt heraus, dass wir eine schlechte «Verteilung» der Generationen unter den Mitgliedern von syndicom aufweisen. Das ist kein Einzelfall: Auch andere Gewerkschaften leiden unter einem zu geringen Jugendanteil und müssen sich mit dieser Problematik auseinandersetzen.

Bei syndicom haben wir gesamthaft einen Mitgliederanteil von rund sieben Prozent Gewerkschaftern und Gewerkschafterinnen, die unter 31 Jahren alt sind. Diese Zahl ist besorgniserregend. Im Allgemeinen spricht man von einem gesunden Jugendanteil bei etwa 20 Prozent an «U31»-Mitgliedern.


Interesse ist vorhanden

Als eine der grössten Gewerkschaften in der Schweiz sollten wir auch in diesem Bereich eine Vorbildfunktion übernehmen und das Problem angehen, denn es ist ja nicht so, dass es wenig junge aktive Gewerkschaftsmitglieder gibt, weil das Interesse an der Mitgestaltung unserer Arbeitswelt fehlen würde. Vielmehr gibt es verschiedenste Gründe dafür, dass der Anteil junger Gewerkschaftsmitglieder nicht so hoch ist, wie er sein sollte: So gibt es heute ein breiteres Spektrum an möglichen Aktivitäten und Freizeitbeschäftigungen, als freie Zeit zur Verfügung steht. Aber gerade diese Tatsache und der Gedanke an die Zukunft unserer Gewerkschaft sollten uns anspornen, für die jungen Arbeitnehmenden interessanter zu werden. Denn Potenzial haben wir allemal!

Erfolge

So konnten wir feststellen, dass der Mitgliederzuwachs über alle Branchen hinweg bei den «U31-ern» höher ist als die Zahl der Austritte. Mit Sicherheit spielt hier auch eine Rolle, dass wir sozusagen «neu im Markt» sind. Viele unserer neuen Mitglieder haben aber einen hohen Anspruch an uns. Ein weiterer Erfolg war die erste Konferenz der syndicom-Jugend. Jenes Wochenende animierte einige Teilnehmende, sich aktiver in der Gewerkschaft zu engagieren, woraus auch gleich der Aufbau von zwei neuen Regionalgruppen in Basel und der Romandie resultierte.

Es lässt sich also durchaus eine junge, aktive und vor allem motivierte Generation erkennen. Doch diese muss dringend und stetig wachsen, um eine gute Zukunft für syndicom zu gewährleisten. Es steht in unserer Verantwortung und Macht, die Jungen zu motivieren, ihnen die Geschichte der Gewerkschaft nahezubringen und sie ein Teil von uns werden zu lassen. Also lasst uns gemeinsam Brücken bauen. Unser Ziel sollte es sein, eine Gemeinschaft zu bilden, in der Jung und Alt voneinander profitieren können. Denn eines ist gewiss: Ob wir nun 18, 30, 42 oder 71 Jahre alt sind, wir haben alle ein Ziel, das uns antreibt: «Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für alle.» Und vergesst nicht: Gemeinsam sind wir stärker!

Angela Kindlimann, Mitglied der nationalen Jugendkommission und des Branchenvorstands Buch und Medienhandel

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