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SGB verleiht Kulturpreis an Philippe Becquelin (Mix et Remix)

Der SGB zeichnet den Westschweizer Karikaturisten Philippe Becquelin mit seinem Kulturpreis aus. Er würdigt damit das Werk von Mix et Remix als wichtigen Beitrag zur Diskussionskultur in einer Demokratie.

© Mix et Remix

Mit seinen Zeichnungen bereichert Becquelin die politische Debatte in der Schweiz. Pointiert, böse, witzig und manchmal auch berührend, kommentiert er mit seinen Grossnasen-Figuren das Politgeschehen und den schweizerischen Alltag. Die Nasen sind übellaunig, grossspurig, kleinlaut und egoistisch und verstehen die Welt nicht. Die Zeichnungen von Mix et Remix halten den politischen Akteuren den Spiegel vor und erlauben es dem breiten Publikum politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen auf spielerische Weise zu hinterfragen. Damit leistet Philippe Becquelin einen wichtigen Beitrag zur Diskussionskultur in einer Demokratie. Der Genfer Kunst- und Designprofessor Jean Perret würdigte Becquelin in einer feinsinnigen und geschliffenen Laudatio als schnellen Meister des dünnen Striches.

Becquelin, 1958 in St-Maurice im Unterwallis geboren, nahm das Pseudonym Mix et Remix an, weil er die Bilder zusammen mit seiner ersten Frau realisierte. Langsam entwickelte er sich Richtung satirische Zeichnung. Heute zeichnet Becquelin vor allem für "L'Hebdo" und "Le Matin Dimanche". In der Polit-Fernsehsendung "Infrarouge" begleitet er die Debatten mit quasi Live-Karikaturen. Er publiziert aber auch in der französischen Zeitung "Courrier internationale" sowie der italienischen "Internazionale".

Mit seinem Kulturpreis zeichnet der SGB Kulturschaffende aus, die sich um die Arbeitnehmenden, die Normalverdienenden, um soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Gleichstellung, also die Werte der Arbeiterbewegung, verdient gemacht haben oder machen. Der Preis ist mit 10 000 Franken dotiert. Bisherige Preisträger waren der Holzschnittkünstler Emil Zbinden (1987), das Théâtre populaire romand (1989), der Zeichner und Karikaturist Martial Leiter (1994), die Sängerin Vera Kaa (1998), der Grafik- und Fotoarchivar Roland Gretler und der Publizist Jean Steinauer (2002), die Fotografin Monique Jacot (2006) sowie der Schriftsteller und Slampoet Pedro Lenz (2010). (SGB)

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