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Verstärkung der Wertschätzung - Bericht aus der Fachkommission (FAKO) PostFinance AG vom 29. August 2014

Die FAKO von PostFinance AG stand im Zeichen von vielen Massnahmen zur Haltung und Verbesserung der Anstellungsbedingungen. Dabei standen auch acht Anträge von syndicom zur Diskussion.

Kontaktcenter: vertiefte Analyse
Ein Schwerpunkt der FAKO war die Rückmeldung von PostFinance zur Situation im Kontaktcenter. PostFinance analysierte das System der Dienstplanung im ersten Halbjahr intensiv, nachdem einige Verbesserungsmassnahmen umgesetzt worden sind. Nun konnte festgehalten werden, dass 80 Prozent aller Mitarbeitenden im Kontaktcenter im Zeitraum zwischen 7 Uhr und 19 Uhr eingeteilt sind. Zudem wurde festgestellt, dass es im Bereich der Privatkunden keine Unterschiede im Planungssystem zwischen den einzelnen Standorten gibt. Trotz hoher Arbeitsbelastung im Winter konnten die rückständigen Guthaben gesenkt werden. Insgesamt wurden in den letzten Monaten zusätzlich 50 neue Mitarbeitende eingestellt.

Die Verbesserungen im Kontaktcenter zeigen sich auch in den Resultaten der geschäftsinternen Personalumfrage zur Arbeitszufriedenheit. Insgesamt konnte die Personalzufriedenheit im Kontaktcenter um zwei Punkte gesteigert werden. Besonders die Arbeitszeitregelung erfährt mit plus acht Punkten eine klare Steigerung. PostFinance informierte die Gewerkschaften, dass sie bemüht sind, die Werte weiter zu steigern.syndicom begrüsst die Verbesserungen von PostFinance im Kontaktcenter, die nun auch bei den Mitarbeitenden spürbar sind und schätzt die getroffenen Massnahmen.

Von A wie Ausbildungsarchitektur bis P wie Personalzufriedenheitsumfrage
Mit der neuen Schulung «Stress lass nach» werden alle Führungskräfte von PostFinance im Zeitraum vom August bis November 2014 zum Thema Absenzenmanagement geschult. Ziel der Schulung ist die Verstärkung des wertschätzenden Umganges mit den Mitarbeitenden, sowie die Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeberin.

PostFinance gibt sich eine neue Ausbildungsarchitektur. Dazu wurde ein Projekt gestartet, das die Verantwortung der Aus- und Weiterbildung und die verschiedenen Anforderungen klar regelt. Die Realisierung des Projektes ist auf Ende April 2015 geplant. Nebst dem Ziel, vermehrt via E-Learning zu arbeiten, sollen die Aus- und Weiterbildungen als Module angeboten werden.,um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden. Aus- und Weiterbildungen, die über die spezifischen Themen von PostFinance hinausgehen, werden zukünftig vom Konzern eingekauft. Zudem werden vermehrt neue On-the-job-Methoden abrufbar sein, wie beispielsweise Kurzfilme oder Minilektionen für Teamsequenzen.

Umfrage zur Personalzufriedenheit

Grundsätzlich fällt das Resultat der Umfrage positiv aus. Einzelne Bereiche, wie die Arbeitssituation, Arbeitsabläufe sowie Strategie und Management liegen zwar weiterhin auf sehr hohem Niveau, sind aber im Vergleich zum letzten Jahr etwas gesunken. PostFinance hat bereits Verbesserungsmassnahmen angekündigt, was syndicom sehr begrüsst.

Massnahmen gegen die Arbeitsbelastung
Eine weitere Massnahme zur Haltung und Verbesserung im Bereich der Arbeitslast wurde mit der Zurückstellung von neuen Programmen und Projekte entschieden. Damit soll Druck von den Mitarbeitenden weggenommen werden.

Diese Massnahme wird vor allem im Bereich der Informatik umgesetzt. Die zwei Grossprojekte Zahlungsverkehr und CBT (neues Zahlungssystem von PostFinance) verlangen enorm viel von den Mitarbeitenden. PostFinance versichert, dass die Stabilität im Bereich ein wichtiger Schwerpunkt in den nächsten Monaten ist. Dazu werden die Teams verstärkt. Eine klare Prioritätensetzung, vermehrte konzentrierte Arbeitsschritte, sowie die Sensibilisierung der Vorgesetzten sollen zum Leistungserhalt beitragen. Zudem wurde den Mitarbeitenden CBT Gutscheine für Massageangebote, ein dreimaliges halbtägiges Gesundheitsangebot sowie ein Armband für die Kontrolle des Schlafrhythmus abgegeben.

Weitere Bereiche und Themen wie die neue Organisation bei Operations, die Änderungen bei den Zielmessbarkeiten bei den KundenberaterInnen und die Handhabung der Aus- und Weiterbildung wurden ebenfalls behandelt.

Sonja Oesch

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