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Wagenführer der Post formieren Widerstand

Letztes Wochenende versammelten sich die LKW-Chauffeure der Post ein weiteres Mal in Olten, um über ihren Widerstand gegen die geplante Auslagerung des Postsachentransports zu diskutieren. Zusammen mit syndicom wollen sich die Betroffenen vehement dagegen wehren, dass die Post die Stellen der über 180 Wagenführer streicht und das gesamte Volumen an externe Transport­firmen vergibt.

Am 4. September gab die Post bekannt, dass sie ab Ende 2016 keine eigene Lastwagen-Flotte mehr betreiben wird. Stattdessen sollen die Logistik-Dienstleistungen vollständig an externe Subunternehmen ausgelagert werden.

Nur zwei Tage später fanden sich die LKW-Chauffeure der Post zu einer ersten Versammlung mit syndicom in Olten ein. Die Anwesenden diskutierten zunächst über eine allfällige Vereinbarung mit der Post, welche die Konsequenzen der Auslagerung für das Personal abfedert. Die Bilanz der Versammlung war bald klar: Es braucht keine Vereinbarung mit der Post. Die Jobs müssen bei der Post bleiben!

Einstimmiger widerstand

Auch an der zweiten Versammlung vom 20. September bekräftigen die rund 80 TeilnehmerInnen ihren Widerstand gegen die geplante Auslagerung. Sie fordern von der Post, mindestens den aktuellen Bestand an Personal «inhouse» zu belassen und diesen auch in Zukunft zu erneuern. Damit sichert sich die Post Qualität sowie Know-how und geht weniger Risiken beim internen Postsachentransport ein.

Konkrete Forderungen

Ausserdem forderte die Versammlung von der Post, dass die Frist für die Einreichung von Alternativvorschlägen zur Auslagerung verlängert werden soll. Damit wird eine solide Diskussion ermöglicht. Zudem verlangen die Wagenführer erstens, dass die Post während der Verhandlungsphase keine weiteren Touren auslagert, und zweitens, dass alle Vorbereitungsarbeiten für die Neuausrichtung des Postsachentransports gestoppt werden. Nicht zuletzt sollen im Postsachentransport keine Kündigungen ausgesprochen werden. Die Wagenführer haben syndicom mit der Vertretung ihrer Interessen gegenüber der Post mandatiert.

Kampagne gestartet

Unter dem Slogan «Wo Post drauf steht, muss auch Post drin sein – Stop Auslagerung!» startet nun eine breite Mobilisierungskampagne, an der sich alle Angestellten der Post beteiligen können. (syndicom)

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