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Zum Tod von Jürg Frischknecht

In den Achtzigerjahren gab es zwei sehr berühmte linke Journalisten in der deutschen Schweiz, der eine hiess Niklaus Meienberg, der andere Jürg Frischknecht.

Beide waren Mitglieder unserer Gewerkschaft, die sich damals Schweizerische Journalisten-Union nannte, beide hatten auf jüngere KollegInnen einen prägenden Einfluss, beide verfassten auch Bücher. Meienberg starb 1993, Frischknecht suchte sich nach harten publizistischen Kämpfen eine ruhigere Rolle.

Er hatte als Medienjournalist begonnen und 1976 den privaten Schnüffler Ernst ­Cincera demaskiert. Er hatte «rechte Seilschaften» durchleuchtet, bevor aus ihnen die Blocher-Bewegung wurde. Seit 1971 gehörte er der Gewerkschaft an, seit 1981 schrieb er vornehmlich für die Wochenzeitung WOZ. Bei der SRG und den grossen Verlagshäusern gab er – ein Meister dieses Faches – regelmässig Recherchekurse.

Schliesslich erfand Jürg Frischknecht zusammen mit seiner Partnerin Ursula Bauer eine neue, sehr erfolgreiche literarische Gattung: Den ökologisch und politisch engagierten Wanderführer. Am 18. Juli ist er mit 69 Jahren einer Krebskrankheit erlegen.

Stefan Keller

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