Homeoffice-Umfrage

Covid-19 stellt die Arbeitswelt schon seit über einem Jahr auf den Kopf: Homeoffice ist in vielen Branchen nun die Norm, da viele Unternehmen gezwungen sind, für einen grossen Teil der Arbeitnehmenden Homeoffice einzuführen oder auszuweiten. Unserer Überzeugung nach kann Homeoffice für die Arbeitnehmenden vorteilhaft sein, jedoch nur, wenn auch die Arbeit zuhause sozialpartnerschaftlich gestaltet wird.

Damit wir die Arbeitnehmenden in der Contact- und Callcenter-Branche bestmöglich unterstützen können, haben wir bei ihnen eine Umfrage zu ihren Anliegen bezüglich Homeoffice durchgeführt. Fast 250 Mitarbeitende haben sich im März 2021 daran beteiligt.

 

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

  • Ein grosser Teil der Befragten wünscht sich mehr Freiheit bei der Einteilung der Arbeitszeit
  • Fragen rund um den Gesundheitsschutz nehmen den höchsten Stellenwert ein.
  • Nur 40% haben einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz zu Hause
  • Nicht mal einem Drittel der Befragten wurde die Arbeitsplatzausstattung und die Arbeitsgeräte vom Unternehmen vollständig finanziert.

Die Fragen und Antworten im Detail

Eine knappe Mehrheit der Befragten in der Contact- und Callcenter-Branche (57%) arbeitet Vollzeit. Mehr als ein Drittel der Befragten arbeitet 50 – 90%.

Mehr als die Hälfte der Befragten möchte das ganze Arbeitspensum im Homeoffice verbringen. Neun von zehn Befragten wollen mindestens die Hälfte des Arbeitspensums im Homeoffice arbeiten.

Der Gesundheitsschutz, die Auslagen für den Arbeitsplatz und die Arbeitszeit beschäftigen die Befragten am meisten und jeweils fast gleich viel. Die Überwachung beschäftigt jedoch nur einen Fünftel der Befragten.

34% der Befragten haben anderen Anliegen genannt, die sie in Bezug auf Homeoffice beschäftigen. So werden die positiven Auswirkungen auf die Ersparnis von Geld und Zeit, die Work-Life-Balance, konzentriertes Arbeiten, das Familienleben und die Motivation erwähnt. Homeoffice bringt gemäss den Befragten aber auch negative Aspekte mit sich wie beispielsweise zusätzliche Spesen für Ausgaben zu Hause und fehlende soziale Kontakte.

42% der Befragten wünscht, die Arbeitszeit flexibler gestalten zu können. 10% möchten sogar ihre Arbeitszeit im Homeoffice reduzieren. Eine stärkere Kontrolle der Arbeitszeit im Homeoffice ist nur von wenigen erwünscht.

Während die Mehrheit der Befragten mit der Ausrüstung und dem Platz zu Hause für das Homeoffice zufrieden scheint, erwähnt jedoch ein Viertel, keine ausreichende Ausstattung des Arbeitsplatzes zu haben.

Nicht einmal einem Drittel der Befragten ist die Arbeitsplatzausstattung vollständig vom Unternehmen finanziert worden – oder sie hatten keine Ausgaben. Die Anzahl der Befragten, die selbst dafür aufgekommen sind, ist höher (29%). Die meisten (43%) haben die Ausstattung teilweise selbst finanziert.

Ein Drittel der Befragten möchte über das Ausmass der Überwachung im Homeoffice mitentscheiden können. Fast ein Fünftel wurde nicht transparent über die Kontrolle der Arbeit im Homeoffice informiert. Knapp ein Zehntel wünscht sich Hilfsmittel, welche die Einhaltung von Pausen erleichtern.  

Nur 40% der Befragten gaben an, zu Hause einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz zu haben. Einem Viertel ist es wichtig, mehr Möglichkeiten zur informellen Kommunikation im Team zu haben – der soziale Kontakt ist und bleibt wichtig. Ausserdem wünscht sich mehr als ein Fünftel der Befragten ein Respektieren der Grenze zwischen Arbeit und Privatleben.

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