Tag der Freien 18.09.2021

Ist PR die einzige Chance?

Immer noch schlechtere Honorare zu noch mieseren Arbeitsbedingungen: Für freischaffende Journalistinnen und Fotografen ist das längst Berufsalltag. Oder doch nicht?

Nachdem wir den Tag der Freien 2020 pandemiebedingt auf 2021 verschieben mussten, wollen wir den 18. Tag der Freien nun endlich nachholen. Wir liefern Inspirationen, wie man auf dem hart umkämpften Markt seine Arbeit gut verkauft. In Meetingpoints diskutieren wir Strategien von Berufskolleginnen und -kollegen, seien es innovative Produkte, aussergewöhnliche Themen, direkte Kontakte oder schlicht Hartnäckigkeit.

Gleichzeitig brechen wir aber auch ein Tabu und thematisieren die PR-Arbeit. Diese ist längst fester Bestandteil im Alltag von fast allen Freien. Aber ist das schlimm? Was bedeutet die Tatsache für den Journalismus, wo gilt es, aufzupassen und wo zieht jeder und jede Einzelne die Grenze? Susan Boos, Präsidentin des Presserats, geht dieser Frage in ihrem Inputreferat auf den Grund. Und wir diskutieren über Geld und den Wert der Arbeit im PR-Bereich und im Journalismus: in der grossen Runde und beim anschliessenden Apéro am Tag der Freien.

Programm

13:15 Begrüssung durch syndicom und die Kommission der freien Medienschaffenden FreKo, Tagesmoderation: Kaa Linder, freischaffende Journalistin
13:30 Inputreferat von Susan Boos, Präsidentin des Presserats
14:15 Meeting Points: (erste Runde) BerufskollegInnen, Fachleute und RedaktionsvertreterInnen geben Auskunft
  This Wachter, Audio Story Lab
  Klaus Petrus, Foto Reportagen
  Simon Brunner, «Credit Suisse Bulletin»
15:00 Pause
15:30 Meeting Points (zweite Runde)
16:15 Plenum und Diskussion
17:15 Apéro

Zeit

18. September 2021, Kulturhaus Helferei Zürich, 13:15 Uhr - 17:15 Uhr

Ort

Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich; ab Hauptbahnhof Zürich
Tram 4 bis Haltestelle Helmhaus, Tram 3 und Bus 31 bis Haltestelle Neumarkt
oder Kunsthaus www.kulturhaus-helferei.ch

Kosten

Die Tagung kostet für syndicom-Mitglieder Fr. 50.–, für Nichtmitglieder Fr. 100.–.
Inbegriffen sind Getränke und Apéro. Wer bis zur Tagung beitritt, bezahlt nur den Mitgliederpreis.
 

Online-Anmeldung


Kurz-Biografien Referentinnen und Referenten

Inputreferat

  • Susan Boos, Präsidentin des Presserats

    «Was unterscheidet PR von Journalismus? Das Geld. Man darf das eine und das andere tun – aber nie vermischen, sonst entsteht ein giftiges Gebräu.»


Meeting-Points

  • This Wachter, Audio Story Lab

    «Verkaufe dich nicht unter Deinem Wert!»

    Wenn man den Journalismus als Handwerk versteht, gibt es keinen Grund, für die Arbeit weniger zu verlangen als ein*e Handwerker*in es tut. Wer für Deine Arbeit nicht so viel bezahlen will, hat sie nicht verdient. Darum betreibe nur dann Journalismus, wenn es Dir gut tut. Arbeite ansonsten in der Kommunikation. Pragmatisch-provokative Thesen von einem Unternehmer, der einmal Journalist war (und zwischendurch immer noch ist).

    www.audiostorylab.com

  • Klaus Petrus, Foto Reportagen

    «Unabhänhigkeit hat einen hohen Preis. Ist aber wichtig.»

    Viele Freie möchten nicht für Firmen oder Behörden arbeiten, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Aber was ist eigentlich mit NGOs, Vereinen oder Initiativen? Gibt es einen Unterschied zwischen Firmen-PR und NGO-PR und worin würde er bestehen? Der Fotojournalist und Reporter Klaus Petrus erzählt anhand seiner Erfahrungen, wie wichtig es ist, auch hier möglichst unabhängig zu bleiben.

    www.klauspetrus.ch

  • Simon Brunner, Ammann, Brunner und Krobath AG, «Credit Suisse Bulletin»

    «Corporate Journalism – Konzepten und Schreiben für Firmen»

    Was ist der Unterschied zwischen der Arbeit für Publikumsmedien und für Unternehmen? Was sind die Do’s and Don’ts? Wie kommt man an Aufträge? Verdient man wirklich so gut? Welche Aufträge lehnt man ab? Erfahrungen aus dem Alltag in einer Kommunikationsagentur. 

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